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Es würde, da wir nur die Absicht haben, Andeutungen überdieses höchst wichtige Unternehmen zu geben, zu weit führen, woll-ten wir in alle die segensreichen Folgen eingehen, welche eine wahreRegeneration des Ordens für die Verhältnisse des Lebens habendürfte; nur auf einen Gegenstand wollen wir noch aufmerksam ma-chen, welcher zu wichtig ist, um nicht wenigstens mit einigen Wor-ten berührt zu werden. —
Alle Hähern Bestrebungen des Lebens hatten in früheren Zei-ten ihren Ursprung in der Kirche. Von hier aus erhielten sie ihrDasein, ihr Licht und ihr Wachsthum, und wurden dadurch segens-reich für das Leben. Wissenschaften und Künste verdankten ihrePflege und ihre Ausbreitung einzig der Kirche, und wurden, da siesich unter dem steten Einflüsse des Lichtes der Religion befanden,und so Werkzeuge für die Erziehung der christlichen Völker in derHand der Kirche waren, dazu beigetragen haben, dieselben zu einerreligiösen, moralischen, künstlerischen und intellektuellen Höhe derBildung zu heben, wie sie keine frühere Epoche aufzuweisen hat,wären sie in dieser Stellung innigster Vereinigung mit der Religiongeblieben. Da die Religion das Centrum bildete, von welchem all'ihre Kraft und all' ihr Leben ausging, und sie zu diesem Centrum,als zu dem gemeinsamen, unerschöpflichen Born geistigen Lebenszurückkehren mußten, so war die natürliche Folge, daß ihre ganzeWirksamkeit in Bezug auf das Dasein, einerseits eine ununterbro-chen erhebende, andererseits eine concentrirende sein mußte. Sohatten Wissenschaft und Künste nicht allein innerhalb der Gränzenihrer Sphäre, sondern in Bezug auf das gesammte Leben, einen er-habenen, apostolischen Berus und eine hohe apostolische Wirksamkeit.Als aber der Glaube schwach wurde, und sich das Leben vom ge-meinsamen Centrnm all' seiner Thätigkeiten entfernte, um sich umselbstgeschaffene Centralpunkte in endloser Theilung und Verwirrungzu bewegen, da emancipirten sich auch Künste und Wissenschaftenvom gemeinsamen Mittelpunkte der Religion, und constituirten sichals unabhängige Potenzen, und, diesem revolutionairen Ursprüngegemäß, im Gegensätze und in Feindschaft gegen ihre frühere Mutterund milde Beherrscherin, die Religion. Hatten sie früher der Re-ligion und der Kirche in freier, wohlthätiger Kindschast gedient,und waren sie dadurch mächtige Mittel zur Förderung religiöser,socialer, geistiger und politischer Bildung und Einheit geworden, sowurden sie nun Sklaven ihrer selbst und der Welt, und Förderer