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Der souveraine Orden vom Heiligen Johann von Jerusalem und seine Wiederbelebung
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Jerusalem in die Scheide zurück, der Panzer wich dem Hospizge-wande, der herrische befehlende Geist räumte dem dcmüthigen Ge-horsam die Herrschaft, und die Werke der Barmherzigkeit traten andie Stelle der Werke der Rache und des Blutes. Denn wennder Welt ein moralisches Element verloren geht, so beruft Gotteinen religiösen Orden, um ihr das Verlorene zurück zu geben.Wenn nun in unserer gegenwärtigen Zeit der Glaube schwach ge-worden und erkaltet, wenn der religiöse Muth verschwunden ist, soliegt es in der göttlichen Ordnung der Dinge, daß ihr Beidesdurch einen Orden wiedergegeben werde, dessen Lebenselemente ausdiesen Tugenden gebildet sind, dessen Mitglieder berufen sind, ihrLeben für den Glauben, für die Kirche und den Nächsten zu opfern,wo es erforderlich ist. Ist unsere Zeit in Gefahr, in Egoismusund Genußsucht zu versumpfen, so kann ihr nichts heilbringenderwerden, als wenn Männer, welche ihre Stellung zum selbstsüchtigenGenüsse dieser Welt einladet, aus reiner Liebe Gottes und ihrerMitmenschen, alle jene Lockungen verschmähen, um sich dem Diensteder Kirche und den Werken der Nächstenliebe zu opfern. Wennder Geist der Empörung gegen alle weltliche und göttliche Autoritätunsere Zeit zum Umstürze aller Ordnung hetzt und stachelt, wasdürfte da mehr geeignet sein, ihm erfolgreich entgegen zu treten, alsein Orden, dessen specielle Aufgabe es ist, mit allen geeignetenWaffen den Glauben und die Kirche zu vertheidigen?

Trat aber der Orden der Hospitaliter im Mittelalter durchseine Werke der Barmherzigkeit versöhnend auf zwischen dem Adelund dem unteren Leben, wie könnten wir in unseren Tagen an ei-nem ähnlichen Erfolg zweifeln, wo eine ebenso feindlich ausgespro-chene Spaltung im Leben besteht, als damals, die aber in nn-serer Zeit um so gefahrdrohender ist, je bewußter sieerscheint, je systematischer und konsequenter sie unterhalten underweitert wird, so daß die oberen Schichten nicht allein bereits alleihre reellen Vorrechte eingebüßt haben, sondern auch die noch be-stehende conventionelle Stellung bald verlieren werden,, wenn demUebel, welches dem Adel Untergang droht, nicht vom religiösen undmoralischen Standpunkte aus entgegen gearbeitet wird. Sicherwürde der Orden vom h. Johann von Jerusalem, wenn er wiederWurzel im Leben faßte und seinen wohlthätigen Einflußdurch dasselbe verbreitete, ein christlicheres und naturgemä-ßeres Verhältniß wiederherstellen und ein mächtiges Mittel werden,