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diametralem Gegensätze mit den bösen Richtungenund Mängeln ihrer Zeit sich befanden. Sie warenberufen, um in der Zeit zu heilen, was krank war,und ihr das Gute zu geben, welches ihr mangelte.Der h. Franziskus und Dominikus traten mit ihrer Armuth, De-muth und Reinheit kühn auf gegen den Luxus, den Uebermuth unddie sinnliche Ueppigkeit ihrer Mitwelt. Der h. Ignatius bekämpfteden Geist religiöser und bürgerlicher Zügellosigkeit und Auflehnungdurch den Geist religiöser und disciplinarischer Strenge und unbedingterUnterwerfung unter höhere Autorität; und diese, den Orden vonoben gegebenen und in ihnen gepflegten Tugenden, flössen, gleich Strö-men lebendiger und Leben gebender Wässer in den wüst gewordenenBoden der Zeit und wandelten ihn in fruchtbringendes Erdreich.Und wie stand cs mit dem Orden, welcher uns hier speciell be-schäftigt? Er war wohl ein Bedürfniß, wie alles Gute in jederZeit Bedürfniß ist, und wie die oben erwähnten Orden; allein umuns eines modernen Ausdruckes zu bedienen, zeitgemäß, d. h.dem Sinne der Zeit und des Standes gemäß, worin er sich rekru-tirte? Gewiß nicht! Der Geist gerade dieses Ordens war in sei-nem Entstehen in diametralerem Gegensätze mit dem des Adels, alsder irgend eines andern Ordens. Er war außerdem der erste vonallen Orden, welcher sich speciell mit den leiblichen Werken derBarmherzigkeit beschäftigte, also eine ganz neue, bis dahin unbe-kannte Bahn betrat. Sagte etwa Kranken - Armen - und Pilger-Pflege dem milden hochfahrenden Geiste des damaligen Rittcrthumszu? Wie hätte sich der übermüthige Geist des Ritters, nur ge-wohnt zu befehlen und Unterwerfung seines Willens als die größteSchmach zu betrachten, sich dem demüthigen stummen Gehorsameeines Ordensbruders fügen können; wie sollte die ungefüge Handdes Kriegers, die nur gelernt hatte, das Schlachtschwert im tödtli-chen Kampfe zu schwingen, nun plötzlich sich gewöhnen, mit sorgsa-mer Liebe heilenden Balsam in Wunden zu gießen? Wie konnteder Stolz des Adels, dem nur der Standesgenosse als von gleichermenschlicher Abkunft erschien, sich herablassen, im leidenden gemeinenManne einen Mitbruder zu erkennen, ja den leidenden Heilandselbst, und ihm mit Liebe und Selbstverleugnung die hingebendsteSorge zu widmen? Und doch geschah das Unglaubliche! Das vomwarmen Blute noch triefende Schwert des siegreichen Ritters sankgeräuschlos auf den Trümmern der Mauern des kaum eroberten
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