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gebrochen; es wurde nur seinen Kräften eine ihm würdige Thätig-keit geboten; und als er seinen Hähern Berns erkannte und dieseThätigkeit ergriff, diente seine höhere Stellung nur dazu, ihm dieLösung seiner Aufgabe zu erleichtern, seine guten Werke wirksamerund leuchtender zu machen und seinen Waffenthaten einen neuenGlanz zu geben in der gottgefälligen Arbeit, der sie nunmehr ge-weiht waren. Denn die Vorsehung, die in ihrer ewigen Weisheitdas Höhere und Niedere im Leben geordnet hat, konnte ja nicht ihreeigene Ordnung zerstören, es sei denn, sie werde durch eigensinnigeVerstocktheit der Menschen dazu genöthigt. So lange daher derAdel seiner Aufgabe eingedenk bleibt und sich erin-nert, daß ihm die Höhen des Lebens anvertraut sind,wird ihm die leitende und s ch ritzend e Ha n d G o t t e s stetsbeistchen und ihn durch alle Gefahren leiten. Allein erbedenke, daß diese höhere äußere Stellung nichts weiter sein kann,als das Bild seiner moralischen Höhe, und daß ihm diesehöhere äußere Stellung von der Vorsehung nur angewiesen ist, da-mit sie ihm als Mittel zur Erreichung dieser moralischen Höhediene, und daß, wo diese vernachlässigt wird, auch natürlich dieäußere Stellung verloren gehen muß. Es kann dies nicht genugbeherzigt werden; denn es enthält die ganze Lebensfrage des Adels.Wer aber kein Freund von abstrakten Lehren ist, der glaube we-nigstens der warnenden handgreiflichen Erfahrung, welche uns jedeSeite der neuern Geschichte so unwiderleglich eutgegeuhült.
Wir haben eben gesehen, daß der Orden sich mit ungemeinerSchnelligkeit verbreitete und an Bedeutung gewann. In wenigenJahren war er der mächtigste Damm gegen den Mahomedauismusgeworden. Alles wetteiferte, ihn durch Dotationen und Legate mitMitteln für den ungleichen Kampf zu unterstützen. Wenn aber daskriegerische Element thcilS durch die ununterbrochenen Kämpfe mitden Ungläubigen, theils durch die allgemeine Richtung der Zeit mehrund mehr vorherrschend werden mußte, so wurde doch daneben diereligiöse Seite ebenfalls sorgfältig gepflegt. Es war noch immerder religiöse Beweggrund, welcher dem Orden neue Mitgliederzuführte, und die Ritter blieben Mönche im Harnisch und im Ho-spitalgewande, so lange sie im h. Lande festen Fuß hatten. In denOrdcnshäusern herrschte strenge Klosterzucht, von welcher uns Be-richte, voll Bewunderung und Anferbanung von Augenzeugen nieder-geschrieben, übrig geblieben sind; und alle zu jener Zeit gehaltenen