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manches gefürchtete Raubschloß in eine gesegnete Zufluchtsstätte fürWanderer, Bedrängte und Kranke umschuf.
Die sociale Annäherung und religiöse Aussöhnung, welchedurch den ersten Krcuzzug begonnen hatte, mit seiner Beendigungaber nur zu leicht verloren gegangen wäre, wurde durch die Ritterordenlebendig erhalten. Bis dahin hatte alle Bedeutung, alles Gewichtim Leben außer der Kirche, im Fürsten und im Adel gelegen, dasVolk zählte nicht. Mit den Krcuzzügen erhielt auch das Volk Be-deutung. Es war dies die erste, und zwar durch Religion geheiligteVolksbewegung; freilich in ihrem Wesen himmelweit verschieden vondenen unserer modernen Zeit. Das Kreuz gab dem gemeinen Manneeine höhere, früher nie gekannte Stellung; er war für den Augen-blick durch den neuen gemeinsamen Berns ans gleiche Linie mit sei-nem Herrn gehoben, eine Art brüderlicher Gleichstellung, durch dieReligion geheiligt, welche bisher unerhört gewesen wäre, hatte sichgebildet. — Wohl waren die Völker Europa'S seit Jahrhundertenschon christlich, allein das Wassep der Taufe hatte, wenngleich dieoberen Regionen der Seelen mit seiner regencrircnden Kraft erfülltund durch sie geheiligt waren, doch bis zu den niederen, mehr sensi-tiven Theilen nicht durchdringen können, zumal bei den höherenStänden, welche noch immer erfüllt waren von heidnischen StandeS-vorurthcilen, heidnischem Stolze und heidnischer Geringschätzungniedrig gestellter Mitmenschen. Das Gefühl der Ebenbürtigkeit vorGott und im christlichen Sinne, welche die in den LcbenS-verhältnissen so nöthigen socialen Ungleichheiten schützt und achtet, inden religiösen Beziehungen aber anfhebt, existirte bis dahin nicht. —Wurden doch sogar noch in späteren Zeiten diese Standcsnnter-schiede auf das Gebiet der Kirche in Orden und Domkapitel über-tragen.
Diese wahrhaft christliche Erhöhung der unteren Stände, welchemit den Krcuzzügen begann, trug wesentlich dazu bei, das moralischeGefühl dcö Volkes zu heben, und führte den Krcuzheeren gewiß einegrößere Anzahl von Theilnehmern zu, als sie sonst gefunden habenwürden. Dieses Verhältnis; wurde fortgesetzt in den Werken derBarmherzigkeit der Ritterorden. Sie wurden schon dadurch einSegen des Adels und des Volkes.
Bald nach dem Entstehen dcö Ordens vom h. Johann vonJerusalem fand der Pilger von den entferntesten Gränzen von Schott-land und Erin, durch England, Frankreich bis zum Mittelmeere.
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