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2 (1852) Weltliche Gedichte
Entstehung
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Die Störche sammeln sich, es steht ein Regenbogen,

Da singt die Jungfrau laut trotz allen Frommen:Maria ist zum Himmel eingezogen!

Wann wird zur Einfuhr doch der Wagen kommen?"

Und denkt, schon fertig mit dem Garbenbinden,

Welch Mägdlein wird er auf den Wagen schwingen?Welch Mägdlein mit dem Erndtekranz ansingen?Kornblume muß Orakelspruch verkünden:

Liebt mich, von Herzen, Schmerzen, wenig, nicht."

Sie pflückt sie, bis das letzte Blatt, von Herzen, spricht.Und er an's Herz ihr sinkt bei'm letzten Worte.

Horch, Festgesaug! es steht ein Regenbogen,

Und mit dem Kranze durch die EhrenpforteWird ans dem Wagen sie nach Haus gezogen.

Wie hoch, wie hoch, ja Wohl ein Hochzeitwagen,

Sie bücket nieder sich mit ihrem Kranz,

Sie fürchtet an den Himmel anznragen,

Doch Erd' und Himmel gleicht sich aus im Tanz,

Und morgen, wenn der Herbst ist angebrochen,

Will dieses Paar hinweg so ganz verstohlen.

Umsonst noch einer reist nach Flitterwochen!

Horcht! klappernd spricht zum Neste:Gott befohlen,"Der Storch, der halten wird, was er versprochen,

Und zieht bei St. Bartholomäus Most zu holen;Vergesset nicht den Krug, ich bring's euch zu,

Hier Brod im Schweiß des Angesichts, dort ewige Ruh'!

Schluß-Chor des Sommers.

Weil das Leben reif und voll,

Eine Frucht man brechen soll,