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2 (1852) Weltliche Gedichte
Entstehung
Seite
589
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(Gelbes Gewand rothes Haar Löwe. Bringt Ährenkrone,Maulbeeren, Fliegenwedel, Honig und Wachs.)

Ich führ' den Löwen, heiße Julius,

Vom Cäsar her; denn recht nach LöwenartHab ich an Muth und Feuer Ueberfluß,

Schau meiner Tage wunderrciche Fahrt.

Auf reifen Aehren schwebt der Biene Kuß,

Und alle Segnungen stehn dicht geschaart;

Der Apfel möcht erröthend sich verstecken,

Doch schwillt sein Herz, das Blatt kann ihn nicht decken.Marie üben Berg und Thal hinzieht,

Elisabeth begrüßet sie mit Segen;

Dem Heile, das die Hoffnung schon ersieht,

Hüpft ahnungsvoll ein heimlich Herz entgegen.

Und das Magnificat, im Geist erschwungen,

Hat nun die Himmelsnachtigall gesungen!

Heiß ist die Zeit, es naht der Feuerwagen,

Elias zu dem Himmel aufzutragen.

Heiß ist die Zeit, wenn gleich St. MargarethAn Ketten führt den überwundnen Drachen,

Hetzt ihn der HundStag doch, daß sengend wehtEin schwüler Fcuerdampf aus seinem Rachen.

Drum auf mit Gott! das Gras herabgemäht,

Es muß die Glnth das Heu uns trocken machen,