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2 (1852) Weltliche Gedichte
Entstehung
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Ohne dich mein Leben!

Dein UmfangenMacht gesund,

Mein VerlangenStillt dein Mund.

Lass' die Bienlein schweben!

Es ist Wohl Zeit, sein Liebchen auszuführen,

Wenn Flieder und Hollunder süß berauscht,

Und sich der Wein im Faß beginnt zu rühren,

Der seines Bruders Blüthe draus erlauscht.

Die flüggen Vögel flattern um die Hecken,

Und tausend süße Beeren gibt's zu pflücken,

Da lernt man sich erst kennen unter'm Necken,

Und Einer für den Andern sammelnd bücken.

Der Kukuk ruft, thut uns die Jahre kund,

Sanct Veit zieht ein, umtanzt von tausend Mücken,

Und süße Kirschen küssen rothen Mund.

Auch sehen wir die frommen Schafe schecren,

Und lernen was uns Noth thut, die Geduld;

Kein Paar wird je den heil'gen Hausstand ehren,

Wo Eins nicht fromm erträgt des Andern Schuld!

Sieh auf! am Berg dort lodert Feuer,

Und Bursch und Mägdlein springen drüber hin,

Johannes kommt, kein Spielpreis scheint zu theuer,Herodias, der tollen Tänzerin!

Verliert den Kopf nicht, wißt, der Feind ist niemals faul,Und geht hübsch still nach Haus zu Peter und zu Paul,Ich schenke euch von meinen SüßigkeitenErinnerungen, eingemacht für saure Zeiten!