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2 (1852) Weltliche Gedichte
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DaS Veilchen so gefragt, erbebt auf seinem StielGleich einem Zitterli, so Hagel auf es fiele,

Und stammelt Baseldütsch:Nei, i denk allewilNumme ä ganz bcschcide Rölleli ze spiele!"

Spiel's allewil; doch hält der Mann sein Gut zu Rath,Ward ihm, nach Sirach's Wort, ein frommes Weib zu Theile,Die als Gehülfin treu mitwandclt seinen Pfad,

Und ihm zur Seile steht als allen Trostes Säule

Sprich, Veilchen! weißt du auch, bei deinem HochzeitmahlWird Liebe lustberauscht vcrschwendrischer noch prunken,

Als mit der Perle, die zerflossen im PokalKleopatra einst dem Antonius zugetrunken.

Doch war die Perle, die sie trank in diesem Spiele,Dreihunderttausend Thaler Werth!so giebt's nicht Viele,"Sprach's Veilchen Baseldütsch:Nei, i denk allewilNumme ä ganz bescheide Nölleli ze spiele!"

Ich glaub des Weisen Wort:Ist einem Mann beschertEin tugendsames Weib, die er die Seine nennet,

Die ist viel köstlicher als aller Perlen Werth!"

Spricht Salomo, der wohl so Weib als Perlen kennet.

Sprich, Veilchen! ist es wahr? man sagt, gar große PrachtAn köstlichem Geräth' und Schmuck von hohem WcrtheHab, Kleinod, man mit dir dem Schreiber zugebracht,

In Silberschalen man dich Gcldkern ihm bescherte.