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2 (1852) Weltliche Gedichte
Entstehung
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566
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Umfriedet war sein Gut, sein Irren fand ein Ziel,

Und's Veilchen nun geliebt, geehret über Viele,

Sprach Baseldütsch:Ach nei, i denk halt allewilNumme ä ganz beschcide Rölleli ze spiele!"

Doch Sirach spricht:Ein Gut, das nicht ein Zaun umgibt.Steht allem Schaden Preis, und liegt bald wüst und wirre,Auch schwankt ein Hauswirth, den kein frommes Eh'weib liebt,Ohn' Fried' und Ziel umher, als ging er in der Irre!"

Ei Demuthsblümchen werd' nur nicht zu hochgemuth,

Heb auch zur Sonne nicht zu kühn die blauen Blicke;

Der edle Schreiber trägt stolzirend dich am Hut,

Sorg, daß die Mittagsgluth dein Düften nicht ersticke!"

Das Veilchen, so gewarnt vor allzuhohem Styl,

Spricht demüthig geneigt auf seinem niedern StieleAuf Baseldütsch:Ach nei, i denk halt allewilNumme ä ganz bescheide Rölleli ze spiele!"

Doch glaub, mein Veilchen, ich dem Sirach mehr, als dir.

Er spricht:Wie vor dem Herrn im Himmel aufgegangenDie Sonne strahlet als der ganzen Schöpfung Zier,

So ist ein frommes Weib auch ihres Hauses Prangen!"

Jst's, Veilchen! wahr? daß bald du Blumen - Backfischlein,

Du duftig Jüngferchen, du zartes blaues Fräule,

Wirst Frau Finanzräthin und auch Frau Helf'rin sein,

Ja, eh' du um dich siehst, des Hauses Trost und Säule?