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2 (1852) Weltliche Gedichte
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ÄnnonciatnUs üild.

(Bettina.)

Am Hügel sitzt sie, wo von kühlen NebenEin Dach sich wölbt durchrankt von bunter Wicke,Im Abendhimmel ruhen ihre Blicke,

Wo goldne Pfeile durch die Dämm'rnng schweben.

Orangen sind ihr in den Schooß gegeben,

Zu zeigen, wie die Glnth sie nur entzücke,

Und länger weilt die Sonne, sieht zurückeZum stillen Kinde in das dunkle Leben.

Der freien Stirne schwarze Locken kränzetIhr goldner Pomeranzen süße Blüthe,

Zur Seite sitzt ein Pfau, der in den Strahlen

Der Sonne, der er sehnend ruft, erglänzet.

Mit solchen Farben wollte das GemütheVon Annonciata fromm ein Künstler malen.