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Als ich am Thurm zu deinen Füßen saß,
Erschufst du jenen Traum zum ganzen Leben,
In dem von allen Schmerzen ich genaß.
O theile froh mit mir, was du gegeben,
Denn was ich dort in deinem Auge las,
Wird sich allein hoch über Alles heben.
Und kannst du mir auf jenen Höhen trauen,
So werd' ich bald das Tiefste überschauen!
Ich glaube, daß es mir in jener Nacht,
Von der ich nichts mehr weiß, so wohl erging,
Als ich erwachte, warf sich mir die WeltEiskalt und unbeweglich hart nm's Herz.
Es war der tödtende Moment im Leben, -Du, Tilie, konnt'st allein den Zauber heben!
Mein Vater saß an meinem Bette, lesendBemerkte er nicht gleich, daß ich erwachte.
Es stieg und sank mein Blick auf seinen ZügenMit solchem Forschen, solcher Neugier, daßMir selbst vor meiner innern Unruh' bangte.
Dann neigte er sich freundlich zu mir hin,
Und sprach mit tiefer Rührung: „Karl, wie ist dir?"
Ich hatte ihn noch nie so sprechen Horen
Und rief mit lauten Thräncn aus — „O, Vater!
Mir ist so wohl, doch, ach! die Marmorfrau —
Wer ist sic? — Wessen Bild? — Wer that ihr Weh?Daß sie so tief betrübt auf's holde KindUnd in den stillen See hernieder weint?"
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