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Des Abends Gluth zerfloß in weite Nöthe,
So löst der Mühe Gluth auf unfern WangenDer Schlaf in heilig sanfte Röthe auf.
Kein lauter Seufzer hallte schmerzlich wieder,
Es ließ ein Leben ohne Kunst sich nieder,
Die hingegebene Welt löst sich in Küssen,
Und alle Sinne starben in Genüssen.
Da flocht ich trunken meine Ideale,
Durch Wclkendunkel webt ich Mondesglanz.
Der Abendstern erleuchtet, die ich male,
Es schlingt sich um ihr Haupt der Sternenkranz,
Die Göttin schwebt im hohen HimmelssaaleUnd sinkt und steigt in goldner Strahlen Tanz.
Bald faßt mein Aug' nicht mehr die Hellen Gluthen,Das Bild zerrinnt in blaue Himmelsfluthen.
Und nie könnt ich die Phantasie bezwingen,
Die immer mich mit neuem Spiel umflocht;
So glaubte ich ans einem kleinen KahneIn süßer Stummheit durch das AbendmeerMit fremden, schönen Bildern hinzusegeln.
Und dunkler, immer dunkler ward das Meer,
Den Kahn und mich, und ach, das fremde Bild,
Dem du so ähnlich bist, zog's still hinab!
Ich ruht', in mich ganz aufgelöst im Busche,
Die Schatten spannen Schleier um mein Aug',
Der Mond trat durch die Nacht, und Geister walltenRund um mich her, ich wiegte in der Dämm'rung