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2 (1852) Weltliche Gedichte
Entstehung
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Der Schiffer und die Sirene.

Dcr Schiffer.

Zur Stunde, die in Sehnsucht zagt,

Dem Schiffer tief das Herz beweget,

Der Freunden heut' Lebwohl gesagt,

Und Liebe in dem Pilger reget,

Hört' er, wie ferne Abendgleckenklänge scheinenDen Tag, den sterbenden, wehklagend zu beweinen.

Da ward mein Herz so schwer, so schwer,

Ich schiffte einsam auf den Wogen,

Da hat dein Lied vom Felsen herMich in die Brandung hingczogen.

Sirenen-Kind, ich mußt an deinen Klippen stranden,

Mich lockten Flammen, die auf deinen Lippen brannten l

Ich drang zu dir, ich rang zu dir,

Du Unerkannte, Tiefverwandte,

Du wichst vor mir, du schlichst zu mir,

Und legtest mich gebannt in deine Bande,

Da sank dein schlummernd Haupt an meines Herzens WundeUnd flüsterte dein heimlich Lied ans blüh'ndem Munde!

II. 17