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2 (1852) Weltliche Gedichte
Entstehung
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Sirene.

Ach, hält ich doch kein Schiff erblickt,

Ach, war ich länger einsam blieben,

Die Sehnsucht hat mir's hergeschickt,

Mein Sehnen hat mir's zugetrieben.

Die arme Liebe ruht mir selig in den Armen,

Armselige, du träumst, dich wieget mein Erbarmen!

Wen ich könnt lieben, Hab ich nicht;

Der heiß mich liebt, ist nur mein eigen,

Und meiner Liebe heimlich LichtKann seiner Gluth nur Mitleid zeigen.

Den Sternen send ich meiner eignen Sehnsucht Qualen,Die Lichtes Küsse mir zu meinen Lilien strahlen!

Ein Fruchtbaum, ganz von Früchten schwer,

Senkt seinen Himmel zu der Erden;

Kömmt stark ein Sturm von Osten her,

Kann er nicht froh erschüttert werden;

Er schüttelt ab die Früchte und die schwachen Vlüthen,Und meine Träume, die mir Nachts so heilig glühten!

Der heiße Tag kühlt sich am Mond,

Doch Meer und Blut hat Fluth und Ebbe,

Kein Friede je der Liebe lohnt,

Trägt andrer Sehnsucht sie die Schleppe.

Weh! träum ich Liebe, muß den süßen Traum ich hassen.Denn ungeliebte Liebe kann mich nicht mehr lassen!"