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2 (1852) Weltliche Gedichte
Entstehung
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250
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Äls sie mir Taschentücher geschenkt, die sie gesäumt.

Die Liebe gab mir Thränen,

Die Liebe hat mir Tüchlein dann gesäumt,

Zn trocknen viele Thränen,

Die ich um sie zu weinen noch versäumt.Willkomm' zukünft'ge Thränen,

Ihr habt euch solche Huld wohl nicht geträumt;O Mutter meiner Thränen,

Die jetzt noch unter deinem Herzen ruhn,

Fromm thust du meinen ThränenWie treue Mütter ihren Kindlein thun,

Bereitest meinen Thränen

Ein mildes Lager mit der lieben Hand;

O reicher Strom von Thränen!

Der solch' ein liebes lindeS Bett hier fand,

O nehmt mich auf, ihr Thränen!

Tragt mich hinüber in das andre Land,

Und spiegelt mir, ihr Thränen,

Die Liebe, die da an des Saumes Rand,

Vielleicht mit eignen Thränen

Bei jedem Stiche treuen Schmerz empfand.

Wo sollt ihr hin, ihr Thränen?

Wenn eure Mutter sich von euch gewandt?Verrinnen müßt ihr ThränenIn einer öden Wüste glichen: Sand.