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2 (1852) Weltliche Gedichte
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„Gut' Nacht! o mein Liebchen, auf seidncm Moose,Ach, wie so sehnend die Nachtigall singt,

Am Fensterchen glühet die treue Rose,

Die Rose, die einst die Zeit mir bringt!

„Ich mußte die Hütte, den Garten geben,

Zu bauen dein Zellchen so schön und fein,

Und muß nun wie du in der Wilvniß leben,

Mit meiner Sehnsucht so einsam sein.

„O Liebchen schlaf' Wohl, von deinem Schooße,Fällt klingend der perlene Rosenkranz,

Es schläft nicht der Treue auf seiduem Moose,

Ihm flicht wohl die Liebe den Dornenkranz."

So singt ihr die Flöte, doch verstehenKann Liebchen nicht des Liedes Leid;

Der Liebe Bitten, der Liebe Flehen,

Scheint ihr das Lied der Einsamkeit.

So lebt sie lange, ungeschmücketDie Tage hin, die Nächte hin,

Und schon die Rose sich niederbücket,

Sieht nicht mehr nach der Klausnerin.

Die Stürme sausen in wilden NächtenWohl lauter als die Flöte sang,

Im Walde die Hirsche brünstig fechten,

Die Welt wie wild, die Zeit wie lang.