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„Du kannst nicht lieben, nicht glauben, so ziehe,So ziehe nur hin in deinen Tod!
Die Sonne schien in dein Bettchen zu frühe,Verschlafe nur nicht dein Abendroth.
„Noch alle Tag ist's nicht Abend geworden,
Mir bringet die Zeit noch Rosen einst,
Ich ziehe nach Süden, leb Wohl in Norden,
Du lachst mir noch, wie du nun weinst."
Und hinter dem Berge der Freund verschwindet,Die Sonne geht durch's Himmelsthor,
Sein Bündelchen traurig das Mädchen bindet,Steigt mit dem Mond am Berg empor.
Es stehen die Wälder so stille, stille,
Des Berges Ströme sausen wild:
„O stärke den Muth mir, stark ist der Wille!"So betet sie am Heil'genbild,
Da läutet im Winde ein Silberglöckchen,
Sie tritt in die Zelle von Rosenholz,
Und nimmt das braunseidene Klausnerröckchen,Legt an die Demuth, legt ab den Stolz.
Und wie sie die bunten Kleider hinleget,
Schlägt ihr das Herz im Busen laut,
Die Flöte der Wanduhr so sanft sich reget,
Und singt das Nachtlied der Himmelsbraut.