Die Einsiedlerin.
„O lasse Geliebter mich einsam leben!
Dem Tode bin ich früh geweiht,
Ich kann dir nicht Friede, nicht Freude geben,Doch beten für dich in Einsamkeit."
„Ich will dir Geliebte dein Zellchen bauen,
Mein Herz ist einsam und dir geweiht.
Und durch meine Augen kannst du wohl schauenDen Himmel so nah, die Welt so weit.
„Die Arme, ich will sie dicht um dich schlingenWie Liebeszweige, an Früchten schwer,
Die Lippe, sie soll dir wie Echo klingen,
Wie Vöglein springen mein Lied umher.
„Dein Händchen, o leg's an mein Herz, es schlagetIm Busen mir ein lebend'ger Quell,
Und wie sich in Liebe Liebe beweget,
Springt er dir entgegen so freudig hell!