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1 (1830) A bis Bl
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Blumauer

nun aus 2 preußischen, 2 russischen, 1 hessischen und 1 gemischten Corps bestand,bei Kaub über den Rhein, besetzte den 17. Nancy, gewann (1. Febr.) die Schlachtbei La Rochiere und drang gegen Paris vor. Allein seine getrennten Corps wurdenvon Napoleon geworfen; doch erkämpfte B., obwol mit großem Verlust, den Rück-zug nach Chalons. Hieraus ging er bei Soifsons über die Aisne, vereinigte sichmit der Nordarmee, siegte am 9. März über Napoleon bei Laon und drang am Endedes Monats, mit Schwarzenbcrg vereinigt, gegen Paris vor. Der Tag von Mont-martre krönte die Großthaten dieses Feldzugs, und am 31. März zog B. in dieHauptstadt Frankreichs ein. SeinKönig ernannte ihn, zur Erinnerung an den SiegbeiWah lstadt, zum Fürsten von Wahlstadt und gab ihm eine angemessene Do-tation. In England, wohin er im Juni d. I. den verbündeten Monarchen folgte,empfing ihn das Volk mit Begeisterung. Die Universität Oxford ernannte ihn feier-lich zum I). der Rechte. Er lebte dann auf seinen Gütern in Schlesien, bis er 1815abermals dcnOberbcfehl erhielt. Erführtedas Heer schnell in die Niederlande. Am15. Juni warf sich Napoleon auf ihn, und B. verlor am 16. die Schlacht beiLigny. Durch den Sturz seines getödteten Pferdes, unter dessen Körper er ge-worfen ward, gerieth er in Gefahr, Leben oder Freiheit zu verlieren/ Nach diesemunglücklichen, aber ehrenvollen Tage zeigte sich die wahre Größe des Feldmarschallsund seines Heeres. In dem entscheidendsten Augenblick der Schlacht am 18. trafB. auf dem Schlachtfelde ein, nahm Napoleon in Rücken und Flanke und erkämpfteim Verein mit Wellington den großen Sieg bei Belle Alliance oder Waterloo(s. d.). Er schlug den angebotenen Waffenstillstand ab, zwang Paris sich zu erge-ben , und widersetzte sich bei seiner zweiten Einnahme dieser Hauptstadt nachdrück-lich dem im vorigen Kriege ausgeübten Schonungssystem. Für dieses neue Ver-dienst um Preußen und die allgemeine Sache beehrte ihn Friedrich Wilhelm III.,da Blücher bereits im Besitz aller Würden und Ehrenzeichen war, mit einem eignenfür ihn allein bestimmten Ordenszeichen. Es bestand in einem von goldenen Strah-len umgebenen eisernen Kreuz. Nach dem pariser Frieden zog sich der Fürst aufseine Güter zurück. Am 26. Aug. 1819, als am Jahrestage der Schlacht an derKatzbach, ward dem gefeierten Helden auch zu Rostock, seinem Geburtsorte, einebesonders in Deutschland seltene Ehre zu Theil, indem ihm von der Gesammtheitseiner Landsleute, der Mecklenburger, unter Anordnung des engern Ausschussesder mecklenburgischen Stände, noch bei seinen Lebzeiten ein, von Schadow zu Ber-lin ausgeführtes, Denkmal gesetzt ward. Es besteht aus dem in Erz gegossenen ko-lossalen Standbilde Blücher's, auf einem hohen Fußgestelle von fein polirtem Gra-nit. Auch übersandte ihm der Ständeausschuß die bei dieser Gelegenheit geprägteMedaille. B. starb am 12. Sept. 1819, nach einem kurzen Krankenlager, aufseinem Gute Kriblowitz in Schlesien im beinahe vollendeten 77. I. seines Heldenle-cbens. In Berlin hat der König die 12 Fuß hohe Bildsäule des Helden, von Rauchmodellirt, von Le Quine und Reisinger in Erz gegossen, am 18. Juni 1826 auf ei-nem 14 Fuß hohen, mit Reliefs geschmückten Piedestale aufgerichtet. In Beslauward seine Statue (von Rauch) 1827 aufgestellt. (S.Blücher's Lebensbeschrei-bung", von Varnhagen von Ense, Berlin 1827.)

B lum auer(Aloys), Dichter, geb. zu Steier in Ostreich ob der Ens 1755,studirte in seiner Vaterstadt, trat 1772 zu Wien in den Jesuitenorden, privatisieredaselbst nach der Aufhebung desselben, bis er als Censor angestellt wurde, welcheStelle er 1793 niederlegte, da er die Gräffer'sche Buchhandlung übernahm, an derer schon seit 1786 einigen Antheil gehabt hatte. Er starb 1798. Seine trave-stiere Äneide erwarb ihm als scherzhaftem Dichter ausgezeichneten Ruf. Es ist einpoetisches Zerrgemälde, reich an burleskem Witz und drolligen Verdrehungen. DieseEigenschaften findet man auch in mehren seiner übrigen zahlreichen Gedichte.Einige athmen Feuer und Leben und sind in einer schönen, reinen und mäimlichm