632 Blockhaus Blomsield (Charles James — Edward Val.)
lungm als in Baarschaft bestand, ward er bei der Fortsetzung von fürstlichen und i
andern begüterten Personen unterstützt: daher findet man in den letzten 6 Bdn. ^
unter jeder Kupfcrplatte den Namen des Gönners angegeben, auf dessen Kosten siegestochen worden. U.
Blockhaus, in der Befestigungskunst, ein aus zusammengeschränkten, oftdoppelten Balken bestehendes, mit einer Decke und Schußspalten versehenes Hausfür 25—100 Mann. Meistens ist dasselbe noch mit Erde überdeckt, um es völligbomben- und feuerfest zu machen. Gewöhnlich ist es einige Fuß in die Erde gesenkt,doch gibt es auch solche Hohlschanzen von 2 Stockwerken, ja selbst für einige Geschützeeingerichtet. Man baut die Blockhäuser gewöhnlich in Form eines Vierecks oderKreuzes. Ihr Zweck ist, einer schwachen Besatzung bei wichtigen, sehr exponirtenOr-ten möglich zu machen, dem feindlichen Wurfgeschütz und Sturm bis zum Entsatz zutrotzen. Ebenso braucht man sie als bombenfeste Wachhäuscr und letzteRcttungsörterim Innern von Schanzen und in den Waffenplätzen des bedeckten Wegs der Festungen.
Blockiren, einen Ort mit Soldaten einschließen, sodaß Niemand herausnoch hinein kann. Eine solche Blockade geht der Belagerung voraus. EinHafen war sonst als blockirt anzusehen, wenn der Feind eine solche Anzahl Krieas-fahrzeuge davor aufgestellt hatte, daß kein Schiff ohne Gefahr ein- oder auslaufenkonnte. In dem Kriege mit Napoleon haben die Engländer angefangen, Häfendurch bloßeErklärung in den Blockadestand zu setzen. (Vgl. Eontinentalsystem.)
Blocksberg, der große Brocken, s. Harz. /
Bloemart, bisweilen auch Blom (Abraham), ein niederländischer Ma- ller, geb. um 1565 in Gorkum, starb 1647 in Utrecht. Er lernte die AnfangS-gründe der Zeichnenkunst bei seinem Vater, der Ingenieur, Baumeister und Bild-hauer war, hatte dann Floris und Frank zu eigentlichen Lehrern, entfernte sichaber von ihrer Manier und schuf sich eine eigne. Er vollendete seine Studien inParis, wurde Stadtbaumeister in Amsterdam, ließ sich als Maler in Utrecht nie-der und malte mehre große Historienbilder, z. B. den Tod der Söhne der Niobe.
Im Portraitiren war er nicht stark, sowie man ihm überhaupt ein wenig Untreuegegen die Natur, in der Nacktheit sowol als in den Gewändern, vorwirft.' Auchtragen alle feine Gemälde einige Spuren der Ungeduld. DieseFehler werden aberdurch die Schönheit seines glänzenden Eolorits und den Reichthum in der Ersin- >düng weit übertreffen. Er malte Geschichte, Thiere, Muschelwerk und besonders ^Landschaften, welche letztere am meisten geschätzt sind. Vorzüglich groß ist er im ^Helldunkel. Er war auch Kupferätzer und Formschneider. Seine Werke sindzahlreich. Er hatte 4 Söhne. Adrian ging nach Rom und erwarb sich alsMaler und Kupferstecher Ruhm. Er starb zu Salzburg durch ein Duell. H ein- -r i ch malte bloß Bildnisse. Friedrich hat Vieles mit Beifall nach seinem Va-ter in Kupfer gestochen, worunter ein Zeichnenbuch von 119 Bl. besondern Werthhat. Cornelius war der geschickteste. Er ist 1603 in Utrecht geb., war erstMaler, dann Kupferstecher, hielt sich eine Zeitlang in Paris auf und ging dannnach Rom, wo er 1680 starb. Sein Stich zeichnete sich durch eine bisher unbe-kannte Reinheit und Schönheit, durch sanfte Übergänge der Lichter und Schatten, IVerschiedenheit und Weichheit der Töne so musterhaft aus, daß er der Schöpfer ei- sner neuen Schule ward, aus welcher Baudot, Poilly, Chasteau, Speier, Roulletu. A. hervorgingen. >
Blomsield (Charles James), o. der Philologie, geb. 1786 zu Bury ISt.-Edmunds in Suffolk. Er und sein jüngerer verst. Bruder genossen sorgfälti-gen Unterricht in der alten Literatur von dem gelehrten Mich. T. Becher, unterdessen Leitung die dortige geachtete Grammac-School steht. Von da ging er 1804nach Trinity-College in Cambridge, wo er sich nicht nur bei den gewöhnlichen Prü-fungen, sondern auch in den öffentlichen Wettstreiten hervorthat. Die Universität