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1 (1830) A bis Bl
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Blitzröhren Bloch

bis in die Erde hinunterführe, damit die Elektricität der Wolke, welche die Spitzean sich gezogen, in die Erde abgeleitet werde. Franklin's Vermuthung fand sichgegründet, und man hat nach ihm an vielen Orten die Blitzableiter eingeführt,welche anfänglich in einer an dem Gebäude hinab in die Erde geleiteten eisernenStange bestanden, deren Spitze über dem Gebäude mehre Fuß hervorragte.Nach den bisherigen Erfahrungen ist die beste Einrichtung eines Blitzableiters fol-gende : Der Äbleiter besteht aus einer eisernen, einen Zoll starken Stange, derenoberer Theil mit einer 8 9 Zoll langen Spitze von Kupfer versehen, welche, um, das Rosten zu verhindern, im Feuer vergoldet ist. Diese Stange (Auffangstange)

! wird auf der höchsten Stelle eines Gebäudes so befestigt, daß sie wenigstens 56Fuß über dasselbe hervorragt; an diese fügt man einen an einander genieteten Ku-pferstreif, 3 4 Zoll breit, der bis zur Erde herab und ungefähr einen Fuß tief indieselbe hineingehen muß. Der Streif wird genau auf das Dach und die Wanddes Gebäudes angenagelt. 1762 ward zu Payneshill in England von v.Watfon, und 1769 zu Hamburg am Jacobithurm in Deutschland der erste Blitz-ableiter errichtet. Man hat in neuern Zeiten Blitzableiter vorgeschlagen, die jeneEinrichtung ersetzen sollen. Dahin gehört der von Nicolai angegebene wohlfeileBlitzableiter aus Blechstreifen, der auch bereits, z. B. in Lohmen bei Pirna, aus-geführt worden ist; wogegen die von Lapostolle vorgeschlagenen Blitzableiter ausStrohseilen, die mit Metallspitzcn versehen sind, gegründeten Widerspruch fan-den, da Versuche gezeigt haben, was schon aus theoretischen Gründen zu er-! warten war, daß Strohfeile kaum zu den Halbleitern zu rechnen sind und dahernicht als Blitzableiter gebraucht werden können. S. Eytelwein's und Gilly'sKurze Anleitung, wie Blitzableiter an Gebäuden anzubringen sind" (2. Aufl.,Berl. 1802). v. Nürnberger hat mehre dunkle Punkte der Theorie und Praxisaufgehellt in s. Abhandl.:Zur Theorie und Praxis der Blitzableiter" (DeutscheBlätter", 1823, Nr. 22 fg.).

Blitzröhren, Blitzsinter, Fulgurit, sind durch Blitz halb zu-sammengeschmolzene, röhrenförmige Zusammenhäufungen von Quarzkörnern,welche im Sande muldenförmiger Vertiefungen an den Abhängen kleiner Hügel' vorkommen. Die Röhren stehen meist senkrecht, sind zuweilen 30 Zoll breit undi bis fast 1 Zoll weit. Außen sind sie meist mit kleinen zackigen Hervorragungen be-deckt, häufig auch umgeben mit einer Rinde angefcitteter Quarzkörner; innen oftüberzogen von Glasfluß. Sie sind durchscheinend, von graulicher Farbe, und dersie zunächst umgebende Sand ist roth. Man findet sie besonders in der SennerHeide in Westfalen, zu Pillau bei Königsberg, unweit Dresden, zu Nietleben beiHalle a. d. S., zu Drigg in Cumberland u. a. a. O. (M. vgl. Fiedler's Abh.

I in Gilbert'sAnnalen der Physik", Bd. 55, 61 u. 71.)

Bloch (Marcus Eliezer), ein Naturforscher jüdischer Nation, geb. zu An-'' spach 1723 von armen Ältern, war 19 I. alt und verstand weder Deutsch nochLateinisch, noch hatte er außer einigen rabbinischen Schriften Etwas gelesen. Jndes-! sen ward er Hauslehrer bei einem jüdischen Wundarzt in Hamburg. Hier lerntei er Deutsch und Latein, auch erwarb er sich einige anatomische Kenntnisse. DannI ging er nach Berlin zu Verwandten und studirte mit unglaublichem Eifer die Ana-' tomie und alle Zweige der Naturgeschichte, wurde Doctor zu Frankfurt a. d. O.und kam nach Berlin zurück. Der berühmte Naturforscher Martini ließ ihn indie Gesellschaft naturforschender Freunde aufnehmen. Anhaltende Arbeiten be-! reicherten ihn mit den ausgebreitetsten Kenntnissen. Er genoß eines in jeder Rück-! ficht verdienten Ansehens und starb 1799. Sein Hauptwerk ist seineNaturge-schichte der Fische", eine Zierde der deutschen Literatur. Der Vers. hatte dies kost-! bare Werk auf seine Kosten herauszugeben angefangen. Als der Aufwand abersein Vermögen überstieg, das überhaupt mehr in seltenen naturhistorischen Samm«

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