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1 (1830) A bis Bl
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Blenheim Blinde 925

! ken bedeckt, über welche Hürden oder Faschinen kommen, die endlich eine hinrei-' chcnd starke Lage von Erde zur Decke erhalten.

1 Blenheim, Blindheim, DorfimbaltischenOberdonaukceise, Land-, geeicht Höchstädt, an der Donau. (Über die im spanischen Successionskriege hiervorgefallene Schlacht, 13. Aug. 1704, s. Höchstädt.) Die Konigin Annaschenkte dem Herzog von Marlborough in Oxfordshire ein Schloß mit einem schö-nen Park, das nach jenem Siege Blenheim heißt.

Blick. 1) Die Richtung des Auges auf einen Gegenstand, daher figürlich« die Betrachtung. 2) Ein schnell vorübergehender Schimmer. Ein Blick durchl die Wolken. Das Silber auf dem Treibherde thut einen Blick, wenn es, indemdas Blei von demselben oder in den Test (ein flaches, irdenes Gefäß, worin mandas Silber fein brennt) geht, einen schnellen vielfarbigen Schein von sich gibt, derSilberblick. 3) Ein Körper, der einen solchen Blick von sich gibt. So heißtbei den Hüttenleutcn diejenige Masse Silber, welche auf ein Mal blickt, oder soviel auf ein Mal abgetrieben wird, ein Bli ck. 4) Verstehen die Maler und Ku-pferstecher unter Blicken diejenigen Theile des Körpers, welche vorzüglich hell er-leuchtet sind. Blickfeuer sind auf der See ein Signal, eine Losung, indemman Pulver auf dem Verdecke abbrennt.

Blinde, des Gesichts d. i. Sehvermögens Beraubte. Der Verlust desedelsten Sinnes, mittelst dessen der Mensch die ihn umgebende räumliche Welt, diein Licht und Farbe erscheint, sich vorstellt, ist ein ebenso trauriges als häufiges Er-

> eigniß. Die Blindheit ist verschieden: 1) dem Grade nach, indem manche Blindenoch einigen Schein vom Lichte haben, die hellsten Farben und die Umrisse der Kör-per unterscheiden können, Andre auch das geringste Sehvermögen verloren haben;2) den Ursachen nach. Manche Menschen sind von Geburt an blind, andre sindes erst von örtlichen Krankheiten der Augen geworden, z. B. von Entzündung, Ver-eiterung, Krebs des Augapfels, Flecken, Fellen, Gewächsen auf der Hornhaut, wo-durch diese ihre Durchsichtigkeit verliert, Verwachsung der Pupille, Trübung derklaren Flüssigkeit in den Augenkammern, Lähmung der Augennerven rc., oder vonallgemeinen Krankheiten des Körpers, heftigen Fiebern, Nervenfiebern, Vollblütig-keit und Andrang des Blutes nach dem Kopfe, Rothlauf im Gesicht, Blattern,

, Scharlachsieber u. A. m., oder von zu starker Anstrengung der Sehkraft und da-durch bewirkte Schwäche der Augennerven, daher manche Handwerker und Künst-' ler, z. B. Schmiede, Glas- und Hüttenarbeiter, Uhrmacher u. A. m., leicht um das

> Gesicht kommen, und in den lange mit Schnee bedeckten, vom Sonnenschein blen-denden nördlichen Gegenden, sowie in den Sandwüsten Afrikas, häufige Blindheit

! stattfindet. Das hohe Alter führt zuweilen Blindheit herbei vom Eintrocknen derfeinen Flüssigkeiten im Auge, von der Trübung der Hornhaut, der Krystalllinseu. s. w. Bei den Blindgeborenen finden gleichfalls mehre Ursachen statt. Zuwei-len sind die Augenlider an den Rändern zusammengewachsen, oder sie sind mit demAugapfel selbst verwachsen, oder es ist eine besondere Haut über die Augen gezogen;zuweilen ist der Augenstern verschlossen, oder er ist zugleich an die Hornhaut ge-

> wachsen, oder die Pupillenöffnung ist nicht an der rechten Stelle, sodaß die Licht-

! strahlen nicht in die Mitte des Auges fallen, andrer, zum Theil unerkennbarer,

i Fehler nicht zu gedenken. Die Blindgeborenen haben gar keine Begriffe vom Se-hen ; alle von diesem Sinne abhängende Vorstellungen sind ihnen unbekannt. Siekönnen sich daher nicht so unglücklich fühlen als Diejenigen, welche erst in späternJahren ihr Gesicht verloren haben. Die Erfahrung hat bei manchen Blindgebo-renen oder Solchen, welche in derKindheit schon das Gesicht verloren haben, gelehrt,daß sie sich von allen Gegenständen ganz andre Begriffe machen. Einem jungenMenschen, welchen Eheselden am grauen Staar operirte, kam es in dem Augen-blicke, da er sehen konnte, vor, als wenn ihm alle Gegenstände ganz nahe vor die