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1 (1830) A bis Bl
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924
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924 Bleiwurf Blendungen

guter Essig befindlich ist; dieser darf die Platten aber nicht berühren, daher legtman über denselben kreuzweise hölzerne Stäbchen. Die Gefäße werden sodannmit Bleiplatten bedeckt und einer gelinden Wärme ausgesetzt, indem sie horizontal ^in Gerberlohe oder Pferdemist gestellt werden. Hierdurch steigt der Essig in Däm- ^pfe auf, welche sich an die Wände der Bleiplatten ansetzen, sie durchdringen undeine Menge des Metalls auflösen. Die Essigsäure der Dämpfe übersättigt sichmit dem Blei in 3 6 Wochen und verwandelt es in einen mattweißen Stoff,der nach einiger Zeit von den auseinandergerollten Platten abgeschabt und gesam-melt wird. Die Platten rollt man aufs neue zusammen und verfährt auf die näm- >liche Art. Am häufigsten wird das Bleiweiß in der Ölmalerei gebraucht und hierzu !fein zerstoßen und zerrieben. Diese Arbeit ist für die Gesundheit des Menschenhöchst gefährlich; der eingeschluckte Staub verursacht eine gefährliche Krankheit, dieman die Malerkolik oder Hüttenkrätze nennt. Der Engländer Ward erfand zurVerhütung derselben eine besondere Maschine. Ein großer Theil des käuflichenBleiweißes ist durch beigemischte Kreide verfälscht.

Bleiwurf, Bleiloth, Bleischnur. 1) Ein Stück Blei an einemlangen Seile, das man ins Meer läßt, um die Tiefe und Eigenschaft des Grundeszu untersuchen. Man bestreicht nämlich den untersten Theil mit Unschlitt, wo-durch etwas von Sand, oder was sich sonst auf dem Grunde findet, mit herausge-bracht wird. In dieser Gestalt heißt es öfter Senkb l ei. 2) Das bekannte Blei-maß der Maurer, um danach die senkrechte Richtung ihrer Arbeit zu beurtheilen.Auch der an astronom. Instrumenten, namentlich am Quadranten, zur Bestim- !mung der senkrechten Richtung hängende, mit einem Bleigewichte beschwerte Faden.

Bleistange, eine an den Enden mit Blei ausgegossene hölzerne Stange,deren sich die Seiltänzer bedienen, um sich im Gleichgewicht zu erhalten, Balan-cierstange.

Bleizucker, Blei in Gestalt eines Salzes, welches man erhält, wennman dieses Metall in einer Säure auflöst und die Auflösung abdänstet. Den Na-men hat dieses Gift von seinem süßen Geschmack. Es wird zur Arznei und Fär-berei gebraucht, und besonders auch zur Weinverfälschung. Um diese höchst schäd-liche Vermischung zu erkennen, bedient man sich der Hahnemann'schen Wein-probe (s.d.). ^

Blendungen werden beim Festungskrieg alle Vorrichtungen genannt,welche dem Feinde die Einsicht in einen bestimmten Ort benehmen. Einige Arten 'hiervon sind: 1) Man pflöckt eine Faschine an der einen Seite quer über die Schieß-scharten, von einer Schartenzeile zur andern fest, um dem Feinde Das, was bei denKanonen vorgeht, zu verbergen. 2) Blendungen von Schießscharten sind von star- ^ken Bohlen verfertigte Laden, welche nach der Abfeuerung des Geschützes vor dieSchießscharte gestellt werden, um dem Feinde die Einsicht zu benehmen. 3) Ein-fache und doppelte Blendungen. Die erstem werden aus 3 starken, senkrechten,

5 Fuß hohen Pfosten verfertigt, zwischen welchen schußfreie, auf der äußern Seitemit Blech beschlagene Bohlen eingeschoben sind. Unten wird diese Wand mitRollrädern versehen, damit sie von den Arbeitern in den Approchen vor sich her gc- .schoben werden könne; die letztem sind große, auf4 Blockrädem stehende hölzerne ^Kasten, die mit Erde oder Sandsäcken ausgefüllt werden, und dienen ebenfallsin den Approchen u. f. w., die Mannschaft vor dem feindlichen Feuer zu decken.

4) Eine andre Art Blendungen bei den Laufgrabenarbeitcn sind die Chandeliers.Man legt nämlich 2 viereckige Balken, 6 Fuß von einander, gleichlaufend aufdie Erde sind befestigt sie durch 2 eingezapfte Querhölzer. Auf die Enden derBalken setzt man senkrechte Pfosten und füllt den Zwischenraum wenigstens 5 Fußhoch mit Faschinen aus. 5) Die Blendungen von oben, Deckungen, indem man diegefährlichsten Örter in den Sappen oder auf der Festung der Breite nach mit Bal-