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1 (1830) A bis Bl
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Blei

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! Blaustrumpf

welches jedoch eine sehr große Vorsicht erfodert. Vorher wendete man vorzüglichdas Kirschlorberwasser (agua lauroeerssi) , seines Gehaltes an Blausäure wegen,gegen diese und andre Krankheiten an; der Gehalt desselben an Blausäure bleibtsich jedoch nicht ganz gleich. Freilich aber verliert eine jede Auflösung derselben nachund nach, indem sich die Blausäure bei der Einwirkung der Luft und des^Lichteszersetzt. 34.

Blaustrumpf, ein Spott-und Schimpfname, mit welchem man einenVerrather, Verleumder und niederträchtigen Liebkoser andeutet. Er soll daherrühren, daß einige Herren ihren Liebesdienern ehemals blaue Strümpfe zur Livree^ gegeben haben.

Blech nennt man die dünnen Platten von Gold, Silber, Kupfer, Mes-sing, Eisen, Zink u. s. w., welche von den Gold-und Silberarbeitern oder aufden Kupferhämmern, Messingwerken und Eisenhütten fabricirt werden. Kupfer-und Messingbleche werden entweder unter Hämmern oder durch Walzwerke (unddies ist auf den bessern Fabriken jetzt immer der Fall), Zinkbleche immer unterWalzwerken angefertigt; das Verfahren dabei wird bei den Art. Kupfer, Mes-sing und Zink erwähnt. Die Eisenblechfabrication hat die meisten Schwierigkei-ten. Wie man zu dem Bleche stets das reinste und geschmeidigste Metall nimmt, sonimmt man auch zu dem Eisenbleche das weichste und zäheste, durchaus vom Kalt-bruche freie Eisen. Das Material, die sogen. Stürze, besteht in mehr oderminder langen und mehr oder minder breiten und starken Eisenstäben, je nachdem1 es die großem oder kleinern Blechtafeln erfodern. Diese Stürze werden untergroßen Wasserhämmern oder zwischen großen, aus Gußeisen bestehenden, abge-drehten und polirten Walzen, die durch Wasser- oder Dampfkräfte bewegt werden,zu den Blechen ausgebreitet. Da, wo die Blechfabrication mit Hämmern stattfin-det, hat man deren zwei, unter dem einen werden die Stürzen zu Blech ausgedehnt,und unter dem andern wird das Blech geebnet. Die Blechfabrication mittelst derWalzwerke ist da, wo man ein gutes Blech und große Quantitäten erhalten will,der mit Hämmern vorzuziehen, sie erfodert aber kostbare Anlagen. Das Glühender Stürzen und des Blechs geschieht in Flammöfen, die mit Holz, Steinkohlenoder Torf erheizt werden. Behält das Blech seine natürliche Eisenfarbe, so heißt^ es Schwarzblech; Weißblech hingegen, wenn es mit Zinn überzogen oderverzinnt ist. Um dies Verzinnen zu bewerkstelligen, muß das dazu angewendete' Schwarzblech (Dünneisen genannt) von dem Glühspan befreit werden und einereine metallische Oberfläche erhalten, welches mittelst einer Beitzung in Essigsäure(durch Gährung des Roggens in erheizten Räumen entstanden) oder in verdünnterSchwefelsaure geschieht. Die Bleche werden darauf gescheuert, mehre Maledurch geschmolzenes Zinn geführt und dann mit Sägespänen und Lumpen abge-wischt, besonders um das Talg, welches zur Verhütung der Oxydation das Zinndeckte, zu entfernen. Soll das Blech schön werden, so muß zuvörderst das Dünn-eisen eine reine und glatte Oberfläche haben, welche man ihm nur durch Walzen,die besonders hart und glatt sind, ertheilen kann; unter dem Hammer angefertig-, tcs Dünneisen gibt nur schlechtes Weißblech, daher auf den bessern Fabriken dieseMethode gänzlich verlassen ist, und die Hämmer mit Walzwerken vertauscht wordensind. Ein sorgfältiges Verfahren beim Verzinnen ist ein zweites Erfoderniß zur! Darstellung schöner Bleche. Das schönste Weißblech liefert England; jedoch hatman sich in den neuern Zeiten auch in Preußen, Frankreich rc. bestrebt, vorzüglicheFabcicate dieser Art darzustellen.

Blei (h, Saturn), ein Metall von bläulich-weißer, an der Luft jedoch baldins Graue übergehender Farbe, welches 11,3 Mal schwerer als das Wasser unddas weichste von allen ist, daher auch keinen Klang hat; es nimmt durch den Nage^des Fingers und mit den Zähnen Eindrücke an. Seine Geschmeidigkeit ist bedeu-