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Beiträge zur Witterungskunde : mit 2 Kupfertaf. u. 7 illum. Witterungstab.
Entstehung
Seite
370
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die obere Luft ein Uebergewicht und finkt herab.Der fo nach Gewittern enthebende Wind ift nachVoltas Beobachtung, fehr trocken, und diefs er-klärt lieh recht gut daraus, dafs er theils aus derobern trockneren Luft lierabkcimmt, theils ur-fpriitiglicli noch weit kälter war, alfo alles inDampfform in ihm enthaltene Waller verlorenhaLte, und folglich durch die in der Nähe der Erdefelion erhaltene Erwärmung in Stand gefetzt ift,Walferdätnpfe aufzunehinen oder lieh uns als aus-trocknend zu zeigen.

Dieter Wind ift, fo viel ich aus Erfahrung ur-iheilen kann, faft immer weil!ich; es wäre daherfehr der Mühe werth, einmal Beobachtungen vonOrten zu fammeln, die nahe um die Gewitterge-gend herum liegen, um die Richtung des Windesan verfchiedenen Orten zu vergleichen, und zufeilen, wiefern fie lieh fielt als von jener Gegendausgehend nachweifen lallen. Man konnte einenGrund, warum der W ind am ftärklten und öfter-ften von Welten her kommt, darin fuchen, dafsdie höhern Luftfchichten, als gleichzeitig mit denuntern einen Umlauf mit der röhrenden Erde voll-endend, eine fclmellere nach Welten gerichteteBewegung als die untere haben, alfo einen Welt-wind geben müften, wenn fie herabfinken; abereine 6000 Fuh hoch über der Erde flehende Luft-malfe, die in unfern geograpltifchen Breiten plötz-lich zur Oberfläche der Erde herab käme, konntenoch nicht einmal eine relative Bewegung von 1Puls in 1 Sec. haben oder kaum einen Weltwindvon 1 Fufs Gefclivvindigkeit hervorbringen; diefeUrfiteho kann alfo nur einen geringen Einflufs ( aufdie Richtung des Windes haben.

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