Druckschrift 
Beiträge zur Witterungskunde : mit 2 Kupfertaf. u. 7 illum. Witterungstab.
Entstehung
Seite
290
Einzelbild herunterladen
 

2 9 °

ken annehmen, find fehr verfchieden. Oft er-fcheiiH'ii fie nur als feine Faden, die auf dem ßl audes Himmels gezeichnet find, und die zuweilen vonQuerlinien durchlclinillen werden. Zu andererZeit find es lang ausgedehnte Fäden, die zuweilenwenig gekrümmt und wenig divergirend, nebeneinander hiulaulen, zuweilen als eiuGewirre durcheinander gefchhmgener Fäden erfcheinen, oder wel-lenförmig gekrümmt neben einander liegend, einedünne krumme Fläche bilden. Zu anderer Zeithaben fich an lange Uauptfäden feine feitwärls ge-hende Fäden gefügt, die entweder ungleich ge-krümmt, ilme SpiLzen nach ziemlich verfchiedenenRichtungen Wenden, oder einigermafsen parallelnach zwei Seiten hervorfprolfend fich mit der Fahneeiner Feder vergleichen lafieu. Olt bilden diefeFäden, indem fie gekrümmt: herabhängen eineLok-kenlorm, oft gehen aus einem aufrecht liebendenStamme Zweige nadli allen Seiten hervor, die liehin feinere Aeltchcn zer.Lheilen, und die uuLer demNamen der Windbäume bekannte Wolke darllellen.Bei jeder diefer Verfchiedenheiten zeigt fich zuweilenein dichterer Theil der W oike, von welchem dieFäden ausgehen, in welchem inan die Fäden alsmit einander verbunden nicht mehr einzeln erkennt,obgleich die fadenartige Bildung fich noch immerverrieth.

Merkwürdig ilt, dafs die zu gleicher Zeit amHimmel flehenden Federwolken fich oft fall ganzeinander gleichen, fo dafs alle zu einer der ebenhefchriehenen Arten gehören, oder wenigftens dieeine Form vorzüglich häufig, ja oft fo yorkümmt,dafs man die eine als genaues Nachbild der andernan feilen möchte. Eine bedeutende Verfchiedenlieitdiefer Wolken zeigt fich auch in dein mehr oderminder begränzten Aufehen der einzelnen Fäden,