Druckschrift 
Beiträge zur Witterungskunde : mit 2 Kupfertaf. u. 7 illum. Witterungstab.
Entstehung
Seite
184
Einzelbild herunterladen
 

Unv den 8. und 9. Juli lieilcrt es lieh in (] cnineifLen Gegenden von Dculfehland, am 10. i nStockholm und Petersburg wieder auf. In Dijonwar auch in den vorigen Tagen die Heiterkeit desHimmels nicht unterbrochen, und hier Wohlals in Genf und Marfeille keine Abnahme derWärme zu bemerken, obgleich diele in Mannheimbedeutend und in München wenigftens noch merk-lich war.

Die auf den 9. Juli folgenden heitern Tagebringen eine ltctig fteigeude W arme in Stockholmbis zum 17., da ein Gewitter plötzliche Abküh-lung und auch ein erhebliches Fallen des Barome-ters bewirkt. Ln üblichen Deutfchland und Pe-tersburg wird das Steigen der Wärme um den 12.Juli unterbrochen bei trüben, gewitterhaften Ta-gen. Auch Moscow hat um diele Zeit viele Ge-witter mit Regen. Im lud weltlichen und weltlichenDeutfchland, auch in Dijon und eben fo in Italienwar es meiftens heiler, auf dem Gotthard dagegenimmer trübe bei abnehmender Wärme. In Schle-hen waren die Frühftunden diefer Tage kalt unddie Mittage heils. Der trockne Nebel fcheint faftin allen Gegenden Deutfchlands, Italiens und bisnach Stockholm, vorzüglich in dielen Tagen fichanhaltend und dick gezeigt zu haben. Cracauhatte am 11. Juli eines der hefligfteu Gewittermit 200 Donnerfchlägen, welchen aber nach denBeobachtungen in Sagau nur eine geringe Abküh-lung der Luft mul ein geringes Fallen des Barome-ters folgte.

In Roche!le nahm die Wärme vom 8. bis 1 5 .Juli ab, bei dünn bedecktem Himmel und verän-derlichem W inde; nach den Gewittern am i 4 . u.i 5 . Juli ward es wieder wärmer, Mafra hat trübeTage und gleich bleibende Wärme.