zeigte, anzudeuten, dafs auch örtliche Umftändeauf feine Bildung einwirkten.
Es iß bekannt, dafs Erdbeben mit Nebeln ähn-licher Art wohl begleitet zu feyn pflegen, und auchin diefem Jahre, halte jmau in Calabrien fchon im Fe-bruar diefen trocknen Nebel bemerkt. Aber auchdas entfpricht frühem Beobachtungen, dafs HarkenErdbeben heißere, gewitterreiche Sommer, undfcliweflichte, übelriechende Dünfle in der Aüno-fphäre zu folgen pflegen. Cotte führt aus einervon Bertraud, bei Gelegenheit des Erdbebens AronLi/iabon, im Jahre 17 55 , verfafsten Schrift an,dafs fchon diefer Schriftfteiler behaupte: naffesWetter pflege den Erdbeben voranzugehen, Hitze u.Ungewitter mit ßarken Regen pflege den folgendenSommer auszuzeichnen, und gewöhnlich werde dieAtmofphäre nach Erdbeben von fdiAVeflichten,übelriechenden Ddriften fo erfüllt, dafs die Sonneganz roth erfcheine. — Diefes alles pafst auf dasJahr 1783.
(
Von dem Erdbrande in Island*).
Am 1. Juni bemerkte man in mehreren Ge-genden A r on Island Erdbeben, die bis zum 11. JuniZunahmen. Zu gleicher Zeit erhob fleh in dennördlicher« Gegenden ein Rauch aus der Erde, undman fall drei Feuerfäulen, welcheAfche und grofseEimfteine mit fleh in die Höhe riffen. Es fliirmtezu gleicher Zeit, und die Luft war fo mit Sand undSchwefeldunlien erfüllt, dafs man fclbft Mittagsnicht lefen noch fchreiben konnte. Am x r. Juuitvar die Feuerfäule vorzüglich glänzend; 3 o bis 4 oMeilen weit fah man ihre Flammen und hörte ihr
*) Aus den Ephemeriden der Mannheimer Societät fürj 1 783» im Auszuge überfetzt.