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Savonarola : ein Gedicht
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Verschlossen ist das Aug, verhangenDas Ohr, wie tief in Schlafesruh;Nun ist die Seele fortgegangen,

Sie schloß des Hauses Pforten zu.

Im tiefen Walde der BetrachtungDie ferne Seele nun verweilt.

In jener heiligen Umnachtung,

Wo jede Sehnsucht wird geheilt.

Laßt euch den heil'gen Wald umrankenO schweiget, schweiget, daß kein WortDie flücht'gen Rehe, die Gedanken,Vom Quelle Gottes scheuche fort!-

So saßen lange die Genossen,

Das Angesicht herabgebückt,

Das Auge wie vom Tod geschlossen,Betrachtend und der Welt entrückt.