Ein Windhauch, überschwellend, bricht das Schweigen,Wie Wonneseuszer nimmer festzuhalten. —
Doch unerfreut von Gottes Lenzgeschenken,
Irrt Faust umher durch Felsen, Wies' und Hain,Von der Natur geächtet, und alleinMit seines Mordes bittrem Angedenken.
Natur, die Freundin, ist ihm fremd geworden,
Hat sich ihm abgewendet und verschlossen;
Er ist von jeder Blüthe kalt verstoßen,
Denn jede Blüthe spricht: du sollst nicht morden.
Der frische Wald, die grünen Lämmerweide»,
Der Friede, der auf allen Bergen ruht,
Und drüber hell der Wolken Freudenglut:
Das Alles muß in's kranke Herz ihm schneiden.
Doch wecket ihm der Seele bangste QualDer ferne Bach tief unten in dem Thal.
Die Wasserstimme, leise klagend, scheintIhm seine Unschuld, die von ferne weint.