Druckschrift 
Faust : ein Gedicht
Seite
3
Einzelbild herunterladen
 

Weibs ihm von seiner Schöpfung nichts gestand.Nnn bleibt er stehn und lauscht dem GlockenklangVom Thal herauf, und fernem Kirchensang ,

Der Glockenrnf die Lieder mit den WindenDem Ohr des Wandrers schwellen und verschwinde»;Und wechselnd horcht er ans der Töne Flucht,

Und spricht hinab in eine tiefe Schlucht:

Wie wird mir nun zu Muth mit einem Mal!

Wie faßt mich plötzlich nngekannte Onal!

Ich fühbö: des Glaubens letzter Faden reißt,Anweht mein Herz ei» kalter, finstrer Geist.

O, daß die Töne, die vom Thal sich schwingen,Mich wie ein Aufschrei bittrer Noth durchdringen!Da unten Wandrer durch die Wüste ziehen,

Und setzt im Nothgezelt, dem Kirchlein, kniem,

Und die Verlaßnen rufen sehnsuchtsvollDem Führer, daß er endlich kommen soll.

Ob eure Sehnsucht betet, fluchet, weint,