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Puls ^
gäbe von seinem Schwiegervater, dem Könige von Iurda (Name der gegenüberlie- !genden Küste) erhalten hatte. Sic ist 8 H>M. groß, hat 30,000 E., meistens ^schifffahrttreibende Malaien; die übrigen Bew. sind Briten, Niederländer und ^Portugiesen. Georgetown, der Sitz des Statthalters, welcher unter dem Ober- >statthalter von Bengalen steht, zählt an 12,000 E. von fast allen Nationen, die lan dem indischen Handel theilnehmen. Die Insel hat treffliches Schiffbauholzund vielen Pfeffer; außerdem die meisten Erzeugnisse des indischen Bodens undAlles, wodurch die Natur den Fortschritt einer Colonie begünstigt. 20.
Puls (von pulsu», der Schlag), ist dir Bewegung der Arterie, die durchihre abwechselnde Ausdehnung und Zusammenziehung entsteht und in der Em-pfindung als ein Anschlägen wahrgenommen wird. Diese Bewegung ist in demHerzen, als dem Mittelpunkte des Arteriensystems, am stärksten und pflanzt sichvon da durch die großen und kleinen Äste der Arterien bis in die kleinsten Verzwei-gungen in gleichem Zeitmaße und in verhältnißmäßiger Stärke fort, sodaß in jeder, ;auch der kleinsten Arterie zu ders. Zeit und in ders. Folge nach einander der Puls jstattfindrt. Än denjenigen Arterien, welche hoch und zunächst unter der Haut lie-gen, kann man das Schlagen an der aufgelegten Fingerspitze fühlen, z. B. an derSpeichenarterie (»rteri» railiali«), welche an dem untern Theil der Speiche mehreZoll lang an dem Knochen so frei liegt, daß man das Schlagen derselben über demHandgelenke deutlich fühlen kann und daher auch gewöhnlich diese Stelle zur Un-tersuchung des Pulses wählt; man konnte ihn aber auch an jeder andern Arteriefühlen und sehen, wenn man sie von den umgebenden Theilen entblößte. Diesesabwechselnde Äuödehnen und Zusammenziehen des Herzens und der Schlagadernist Äußerung ihrer eigenthümlichen inwohnenden Kraft, ihr specifischcs Leben, undder Zweck dieser Bewegung, die jedoch weder allein von dem Herzen, noch von denAdern, noch von dem Strome des Blutes, sondern von diesen 3 Ursachen zusam- lmen herrührt, ist, die Masse des neubelebten Blutes aus dem Herzen durch dieunzählbaren Äste und Zweige der Gefäße in den ganzen Organismus überströmenzu lassen. Das Herz zieht sich zusammen, verengert dadurch seinen inner» Raumund preßt-solglich die Blutmaffe, welche in ihm ist, in die nächste große Arterie.Diese erweitert sich und nimmt die zuströmende Blutwelle auf, dann zieht sie sichebenfalls zusammen und treibt das empfangene Blut weiter. In wellenförmigerBewegung setzt sich nun die abwechselnde Ausdehnung und Zusammenziehung derSchlagadern fort und befördert den wogenden Strom des Blutes, der sich in un-zählige, immer kleiner werdende zertheilt. Ohne diese Beihülfe der Arterien würdeder Strom des Blutes, der den mächtigen Antrieb vom Herzen aus zuerst erhallenhat, durch die stete Vertheilung aber immer schwächer wird, in den feiuern Schlag-adern stocken. Das Blut selbst ist auch ein mächtiger Reiz zu dieser Bewegung.Indem es in den Lungen sich mit Sauerstoff versehen, aus schwarzem in rothesBlut verwandelt hat, strömt cs, von Neuem auf die höhere Stufe des Lebens ge-hoben, in seinen vorher reizlosen Bestandtheilen mit neuem Lebensreize versehen,von dem Mittelpunkt aus. So zeigt also der einzelne Pulsschlag die Kraft der Ar-terie in der schnellkräftigen Ausdehnung und Zusammenziehung, und den Reich-thum der Blutmaffe an frischem Lebensstoffe. Weil aber von diesem die vorher 'indifferente (schlafende) Maffe durch den Beitritt des Sauerstoffs erst zum Lebender organischen Faser und zur Zusammenziehung fähig gemacht und auf die höhereStufe des organischen Lebens erhoben wird, welche wir Irritabilität nennen, undwt lchc schon in dem Herzen und der Arterie selbst ihre Herrschaft und Verrichtungam kräftigsten ausübt, so ist der Puls auch eine äußere Offenbarung der Kraft derIrritabilität. Da ferner in dem Organismus das höhere Leben das nieder« be-herrscht, und daher alle Functionen, also auch die des Blutsystems, unter der Herr-schaft des Nervensystems stehen, welche sie zu dem Einen Zwecke des Organismus