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8 (1830) O bis Q
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Psycho.ogic

chologische Physiologie und Pathologie. Noch gewöhnlicher ist die Eintheilung inallgemeine und besondere (oder specieile), von welcher jene die Seele in ihren allge-meinen gesetzlichen Äußerungen, diese besondere Seelenarten und Elasten geistigerZustande betrachtet, und sich daher in die Seelcncharakteristik und Pathematologieder Seele theilt. Nach dieser Bestimmung ihres Inhalts und Umfangs leuchtetauch ein, wie sehr empirische Psychologie nicht nur jede andre Wissenschaft unsderen Anwendung unterstütze und befördere, sondern auch wie groß ihr Einfluß aufdas Leben sei. Die richtige Erklärung der heil. Schrift und der Rechtsurkunden,die Anwendung der Gesetze auf vorliegende Falle, Erziehung und Unterricht jederArt, die tiefere Geschichtsforschung und Darstellung, ein der menschlichen Naturangemessenes Heilverfahren, besonders der Seelenkrankheiten (s. Seelenheil-kunde), sowie jede methodische Behandlung der Menschen beruht auf geistigenGesehen, deren klare und zusammenhängende Erkenntniß jene Wissenschaft gewahrt.Was ihre Geschichte anlangt (Fr. Aug. Carus hat dieselbe in s. „Geschichte derPsychologie", Leipz. 1808, ausführlich behandelt), so lieferten schon die Griechenin zerstreuten Beobachtungen reichlichen Stoff für diese Wissenschaft, z. B. Platound Aristoteles in s. Büchern über die Seele; in der neuern Zeit David Hume ins. „IroLtise vf iiuinan n-rture", von Jakob übersetzt; Harkley, Locke, („vein-telleotu kuinavo"), Montaigne in s. „Looaio", Descartes (besonders in demBuche „De psssionibu« aniniao"), Helvelius („De l'ssprit cle I'tromme"),Charles Bonnet („Leoni »ual^tigue sur les kavulteo <le I'Lme"), Eondillac; fer-ner von Jrwing („Erfahrungen und Untersuchungen über den Menschen"), Tetens(in s. „Philosoph. Versuchen über die menschliche Natur rc."), Tiedemann („Un-tersuchungen über den Menschen"), Herder (in s. „Ideen zu einer Philosophie derGeschichte der Menschheit"), Feder u. v. A. Aber wissenschaftlich wurde die Er-fahrung über die menschliche Seele zuerst gefaßt von Christian Wolf, der daherauch der Vater der empirischen Psychologie genannt wird (in s. „k^ciioloxia mo-tiwäo soientitivs pertrsctata", Franks, und Leipzig 1732,4.) und die empirischePsychologie von der sogen, rationnellen oder metaphysischen, nicht immer glücklich,absonderte. Eine neue Periode dieser Wissenschaft beginnt durch die kritische Phi-lo s o p h i e (s. d.), deren Grundlage selbst psychologisch ist. Kant eröffnete nichtnur in s. „Kritik der reinen Vernunft und der Urtheilskraft", sondern auch in der„Populairen Anthropologie in pragmat. Hinsicht" (2. Aufl., Köm'gsb. 1802) derPsychologie manche neue Aussicht. Nach Kant und durch Kant's Schüler wurdedie empirische Psychologie in mehren Compendien bearbeitet von K. L. F. Schmid,H. L. Jakob, I. CH. Hoffbauer in mehren Schriften, Maaß, Kiefewelter, Snell,Olshausen. Die Schriften der beiden Letztem und einige von Hoffbauer sind zumpopulairen Selbstunterrichte für Schüler und für ein größeres Publicum geeignet;die der Ersten sind strenger wissenschaftlich angeordnet und eignen sich mehr zu Vor-lesungen. Mit mehr Eigcnthümlichkcit haben zuletzt die empirische Psychologieder genannte Fr. Aug. Carus (2 Thle., Leipz. 1803) und Chr. Weiß in s. „Unter-suchungen über das Wesen und Wirken der menschlichen Seele" ^(Leipz. 1811) be-arbeitet. Die neuesten Untersuchungen sind von G. F. Schulze („PsychologischeAnthropologie", Gott. 1816; 3. Aufl. 1824); Fries („Psychische Anthropolo-gie", 2 Thle., Jena 1820), Hartmann („Der Geist des Menschen in s. Verhält-nissen zum psychischen Leben", Wien 1820), Herbart („Psychologie, als Wissen-schaft neu gegründet aus Erfahrung, Metaphysik und Mathematik", Königsberg1824 fg., 2 Thle.), Eschenmeyer („Psychologie", Tübing. 1817; 2. Aufl. 1825)und Stiedenroth („Psychologie zur Erklärung der Seelenerscheinungen", Berlin1824 sg., 2 Thle.). Heinroth's „Psychologie" ist mehr Erbauungsbuch als wis-ftnschaftl. Lehrbuch. Einzelne Theile derselben sind von Maaß (z. B. die „Theoriedl? Gefühle" und die ..Theorie der Leidenschaften"), Dirks,« (,M?r die Stärk?