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8 (1830) O bis Q
Entstehung
Seite
240
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246 Paprn

immer bei einem sich selbst überlassenen Papiere der Fall ist, der Werth desselbenschwankt, bald steigt, bald fallt. Das Vermögen der ganzen Nation wird dann demZufälle und dem Glücksspiele gleichsam preisgegeben, und wer heute eine Summein Papiergeld empfangt, kann ohne sein Zurhun in einer Nacht um viele Pcocentereicher oder armer geworden sein, je nachdem die Umstande den Credit des Papierserhoben oder niederdrückten. Niemand ist seines Vermögens mehr sicher, cs kannschnell um die Hälfte und noch mehr verringert sein, und jeder Gewinn ist nur durchden Verlust Andrer möglich, diese Verluste aber kann kein Staat ersetzen, denn sielassen sich nie genau ausmittcln. Wie sehr jede Unternehmung, jede Berechnung insolchen Fallen unsicher wird, liegt am Tage, und wie sehr dies auf alle Individuendes Staats zurückwirkt, ergibt sich von selbst. In den meisten Fallen durchkreuzensich die Verluste und Gewinne aus dem schwankenden Papiergelde so, daß keinemenschliche Klugheit sie mehr erforschen kann; selbst die Regierung kann nicht be-rechnen, wie viel sie durch die Ausgabe desselben gewonnen oder verloren hat. Siesetzt z. B. im ersten Jahre 100 Mill. in Umlauf. Die ersten Empfänger bringen eswieder zu demselben Werthe an, wie sie es empfingen, vielleicht auch die zweiten,dritten u. s. w., der zehnte aber verliert ^ Procent daran, der elfte gewinnt es wieder,weil der Curs unterdessen stieg. Man nehme an, es habe auf diesen Wegen, ehe csin die Staatscasien zurückkehrt, 5 Proc. verloren. Da der Staat es für voll neh-men muß, es aber nicht wieder für voll anbringen kann, bei einigen Zahlungen viel-leicht ausgenommen, so hat er 5 Proc. verloren, und Diejenigen, welchen er cs wie-der für voll aufdringt (den Besoldeten), müssen diesen Verlust gleichfalls tragen.Lieferanten und andre Comrahcntcn, die auf den Werth des Papiergeldes Rücksichtnehmen können, werden nichts dabei verlieren, sondern die Preise ihrer Waaren nachdem Stande des Curses des Papiergeldes Anrichten. Wenn nun nach längerer Zeitdas Papiergeld immer mehr gefallen ist, so vertheilt sich der Verlust daran so, daßes unmöglich wird, zu bestimmen, wie viel jedes Individuum verlor. Nur so viel istgewiß, daß das Publicum die ganze Summe verloren hat, um welche das Papiergeldweniger werth geworden, und daß dieses also eine Plünderung der Individuen ist,in vielen Fällen aber nicht einmal von Denen bemerkt wird, die sic erdulden; daherertragen sie auch die Völker so ruhig. — Sonach erscheinen die möglichen Übeln Fol-gen des Papiergeldes bedeutender als dessen Vorthcile; doch läßt sich nicht verken-nen, daß es dem Staate reellen Nutzen gewähren wird, indem er dadurch einbeträchtliches baares Capital zu andrer Verwendung erhält, wenn er nur Mä-ßigung beobachtet. Nur in den Zeiten der Noch und des Kriegs, wo Papier-geld stets fallen wird, kann es niemals mit Nutzen angewendet werden, weilda dem Staate nicht die Mittel zu Gebote stehen, es aufrecht zu erhalten, jasogar der Feind, wenn er im Lande ist, Gelegenheit bekäme, alles baare Geldan sich zu ziehen. Die Beispiele, wo sich Regierungen dennoch in solchen Zeit-punkten durch Papiergeld zu helfen suchten, beweisenden traurigen Ausgangdieser Operation. Man denke an die Assignatengeschichte in Frankreich. —Nach Schlözer haben die Mongolen das Papiergeld im 13. Jahrh. erfunden.Nach Klaproth kamen zuerst in China um 807 nach Chc., und seitdem bis1455, in verschiedener Form Geldzcttel oder Scheine (auch fliegendes Geld ge-nannt) in Umlauf.

Papin (Denys), geb. zu Blois gegen die Mitte des 17. Jahrh., war einSchüler von HupgenS, verließ nach Aufhebung des Edicts von Nantes, als Calvi-nist, Frankreich und ward 1688 Professor zu Marburg, wo er 1710 starb. Ec er-fand mehre nützliche Maschinen, die in den „Nouvelle» <Ie la republigue (io» let-tre», p»r kazrle"(1685—87), beschrieben sind. Die wichtigsten darunter sind eineMaschine, um das Wasser emporzuheben, und sein Digestor oder der nach ihmden. pa pinische (oder papinianische)Topf. Derselbe ist ein cylindrisches