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2 (1830) Bo bis C
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956
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956 Cynosura Cyprian

Cynosura, Nymphe vom Berge Jda, welche den Jupiter erzogen HM ,und nachher in das Gestirn des kleinen Bären versetzt wurde. Nach diesem Sternerichteten sich die Phönizier bei ihren Schifffahrten; noch jetzt ist Cynosur, im un-eigentlichen Sinne, gleichbedeutend mit Leitstern, Wegweiser, Richtschnur.

Cynthius, Beiname des Apollo, vom Berge Cynthus auf der Insel De-los , an dessen Fuße ihm ein Tempel erbaut war; auch Diana, seine Schwesterführt den Namen Cynthia von diesem Berge, weil sie hier geboren sein soll.

Cypern, Insel im mittelländ. Meere, zwischen Kleinasien u. Syrien, imAlterthume berühmt wegen ihrer ungemeinen Fruchtbarkeit und wegen ihres wei-chen Klima (343 jJM., mit 120,000 E., darunter 40,000 Griechen). Cypern ist ^das Vaterland des Blumenkohls. Wein, Öl, Honig, Wolle rc. waren die vorzüg-lichsten Erzeugnisse und sind es noch; merkwürdige Orte und Berge, z. B. Paphos,Amathusie, Salamis, der Olymp mit einem reichen Venustempel, zeichneten dasLand aus. Venus wurde hier vorzüglich verehrt, denn, der Sage zufolge, stieg siean Cythercns, dann an Cyperns reizendem Ufer aus dem Schaume des Meeres em-por. Die älteste Geschichte der Insel verliert sich in das Dunkel der Vorzeit. AlsAmasis sie (550 v. Chr.) der ägyptischen Herrschaft unterwarf, hatten ionische undphönizische Colonisten mehre kleine Königreiche daselbst; sie blieb bei Ägypten, bis 58v. Chr. die Römer sie ansichrissen. Nach der Theilung des römischen Kaiserthumsblieb sie dem östlichen Reiche unterworfen und wurde von eignen Statthaltern auskaiserl. Geblüte regiert, von denen sich Komnenus I. unabhängig machte, dessenHaus auf dem Throne blieb, bis Richard von England die Familie Lusignan mit sder Krone belehnte (1191). Nach dem Aussterben der männlichen Linie der Lu-signans kam Jakob, ein natürlicher Sprößling derselben, zur Regierung. Er hatteeine Venetianerin, Katharina Cornaro, zur Gemahlin, und da er sie kinderlos hin-terließ, benutzten die Venetianer diesen Umstand, Cypern ansichzureißen (1473).

Sie blieben im ungestörten Besitze bis 1571, wo Amurat HI., nach der tapferstenGegenwehr des Marco Ant. Bragadino, der 11 Monate Famagusta vcrthcidigte,die Insel eroberte und mit dem türkischen Reiche vereinigte. Der türk. Feldherrbrach die Capitulation, ließ die Gefangenen niederhauen und den tapfern Braga-dino lebendig schinden. Die Hauptst. Nikosia ist der Sitz des türk. Befehlshabers,eines gricch. Erzbischofs u. eines armenischen Bischofs. Die cyprischen Weine sindroth, wenn sie aus der Presse kommen, nach 5 6 I. aber werden sie blässer; nureine Sorte, der Muskateller, hat in den ersten Jahren eine weiße Farbe, wird je äl-ter, je röther, und nach Jahren dick wie Syrup. Sein Geschmack ist äußerst süß.

Sie sind nicht zu jeder Jahreszeit gleich schmackhaft; der Frühling und Sommersind ihnen am vortheilhaftesten, große Kälte schadet ihnen und nimmt ihnen Ge-schmack und Geruch. Sie werden anfangs in verpichte Schläuche gefällt, daher sieeinen starken Pechgeruch haben, den sie nur nach Jahren verlieren. Nach dem fe-sten Lande kommen sie in Gebinden, müssen aber nach einiger Zeit auf Flaschenabgezogen werden, wenn sie sich halten sollen. Der beste ist der Commanderia.

Cypresse. Die Dichter haben diesem Baume den Charakter stiller Trauerbeigelegt und lassen ihn oft die Gräber beschatten. Seine immer grüne Farbe istihnen das Bild der Ewigkeit.

Cyprian der Heilige, geb. 200 n. Chr. zu Carthago, stammte aus einer ,angesehenen Familie und war Lehrer der Beredtsamkeit daselbst. 246 bekehrte er -sich zum Christenthum, vertheilte sein Vermögen unter die Armen und lebte äu-ßerst enthaltsam. Die Gemeinde in Carthago wählte ihn zum Presbyter und 248zum Bischof. Er wurde das Licht der Geistlichkeit und der Tröster des Volks.Zwar floh er während der Verfolgung der Christen unter dem Kaiser Decius, er-mahnte aber seine Kirche, stets beim Glauben am Christenthum zu beharren. 251