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2 (1830) Bo bis C
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Cypris Cyrillische Buchstaben

berief er eine Kirchenversammlung zu Carthago, um die Büßungen Derer zu bestim-' men, welche während der Verfolgung abtrünnig geworden, jedoch zum christlichenGlauben reuig zurückkehren wollten. Als 257 wieder «ine Christenverfolgung aus-brach, wurde er nach Curuba, 12 Stunden von Carthago, verbannt. Am 14. Sept.?58 ward er zu Carthago enthauptet, weil er wider den Befehl der heidnischenObrigkeit in Carthagos Gärten das Evangelium gepredigt hatte. Lactanz nenntihn den ersten beredten christlichen Schriftsteller. Doch hat seine Schreibart etwasvon der Härte seines Lehrers Tertullian. Wir haben von ihm eine Erklärung desVater Unser und 81 Briefe, die viel Aufklärung über die Geschichte der Kirche zui seiner Zeit geben. Baluzius gab s. Werke (Paris 1726, Fol.) vollständig heraus.

Cypris, Cypria, Beiname der Venus von der Insel Cypern, wo ihrerster Tempel war. Cypripor, Beiname des Amor oder Cupido.

Cyr (Saint-), Dorf im Depart. der Seine und Oise, Canton Versailles,ehemalige Abtei, berühmt durch die Erziehungsanstalt, welche Ludwig XlV. aufVeranstaltung der Maintenon 1686 daselbst gründete. 250 adelige Fräuleinwurden hier bis zu ihrem 20. Jahre unentgeltlich erzogen und unterrichtet. DiesGeschäft war 40 geistlichen Lehrerinnen anvertraut, und ebenso viele Laienschwe-stern waren zur Bedienung bestimmt. Das große Gebäude ist ein Werk Mansard'S.Die Maintenon schenkte dieser Anstalt ihre ganze Aufmerksamkeit; nach dem Todedes Königs lebte sie in Saint-Cyr und ist auch dort begraben. Auch dies Instituterlag der revolutionnairen Zerstörung, nachdem es im Convente als eine Schule desRoyalismus und der Aristokratie dargestellt worden war. Napoleon legte in Saint-st Cyr eine Militairschule an, die seinen Sturz überdauerte und 300 Zöglinge füralle Waffen, ausgenommen Artillerie und Geniewesen, bildet.

Cyrenaiker, die Anhänger der von Aristipp (s. d.) aus Cyrene gestifte-ten philosophischen Sekte, welche, nachdem sie ungefähr 100 Jahre in- und außer-halb Griechenland geblüht hatte, durch Epikur verdrängt wurde. Von Aristipp'sNachfolgern sind, außer seiner Tochter Arete und seinem Enkel Aristippus Metro-didaktus, die berühmtesten: Antipater, Anniceris, Theodorus, Hcgesius, Eupheme-rus, Bion, Borysthenites u. s. w.

Cyrene, Cyrenaica, ursprüngl. eine phönizische Colonie (das heutige Derne),ein mächtiger griech. Staat in Nvrdafrika, westl. von Ägypten, mit den Fünfstädten(Pentapolis), darunter Cyrene, eine Colonie von Sparta; jetzt ein großes, noch un-, erforschtes Feld von Alterthümern. Der Ort, wo C. lag, heißt jetzt Grenne oder^ Cayron in der Landschaft Barca im Tripvlitanischen. Die Alten schätzten das hiereinheimische Staudengewächs Silphium (Isoei) als wohlschmeckend und heilsam.Bis ins 5. Jahrh. war C. der Sitz der Gnostiker. Die dasigen Alterthümer beschriebder Arzt dclla Cella in seinem nicht gründlichenVisMio ck» IHpoli <Ii Larbsriealle krvntieri oeoiäentali ckoll' LAitto, kstto nel 1817" (Genua 1819). I. R.Pacho (er nahm in Schwermuth sich das Leben den 25. Jan. 1829) hatte Afrikaseit 1819 bereist und untersucht; dafür erhielt er bei seiner Rückkehr 1826 in Parisden geogr. Preis von 3000 Fr. S. s.kelst. ck'un voz-. cksno I» Nsrmsrigne, I»0/ien»igue etc." (Paris 1827 fg., 3 Th., 4., mit Kpfrn., Atlas in Fol.); derBrüder Beechykrovoeäings ot tke expeckit. to explore tbo nortb. Oosot ok^krivs eto." (London 1828,4., mit Kpfrn. u. Chart.), und die Geschichte in l) Trig-s he'sLeo O^renevsiuiu eto.", von Bloch herausg. (Kopenh. 1828). Überdiephö-nizische und griech. Inschrift, die man in den Ruinen von Cyrene geftmden und nachMalta gebracht hat, haben Gescnius (Halle 1825,4.) und Hamacker (Prof, zuLeyden, daselbst 1825, 4.) geschrieben.

Cyrillische Buchstaben, Charaktere, slaw. Csuraliza, eine Schrift-art der slawischen Sprache, deren es 3 gibt: 1) Lateinische oder deutsche Buchsta-ben, deren sich Polen, Böhmen und Lausitzer bedienen. 2) Cyrillische, nach dem Er-