Druckschrift 
2 (1830) Bo bis C
Entstehung
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Do», Adernatter, eine zahlreiche, in Amerika einheimische Schlangengattung,die sich durch Größe und durch viele Schilder ihrer Haut am Bauche und amSchwänze auszeichnet, welcher letztere immer spitz ausläuft; der Kopf hat eineBedeckung. Es gibt folgende Arten: 1) Oonstrietor, diese hat die meiste Starke,ist sehr schön, aber nicht giftig; 2) 8v^tsle, aschfarbig und doch dabei bunt;3) Oenokris, durch die Ringe um ihre Haut kenntlich; 4) Osnins, grau vonFarbe, mit einem Kopfe, der dem des Hundes gleicht; 5)kKr^Ai», mit beson-ders schöner Haut, weiß mit aschgrauen Rückenflecken; 6) Hortulan», 2 4Fuß lang, gelbgrau mit braunen Flecken, die wie kleine Gartenbeete alter Verzie-rung aussehen; 7) kasoist», gelb mit dunkelblauen Strichen; 8) Viperiria,graufarbig, mit schwarzen Strichen über den Rücken; 9) Linent», sehr giftig,schwarz mit weißen Punkten und Linien in Bogenform, mit einem weißlichenBauche; und endlich 10) ^nnulat», eisenfarbig mit schwarzen runden Flecken.Zum Oonstrivtor gehört die R i ese n sch l a n g e (Anaconda oder Abgottsschlange).Sie ist oft mehre Klaftern lang, hat die Dicke eines Mannes, eine gelbgrüneFarbe, in der Lange des Rückens eine Reihe schwarzer, sechseckiger, blasser, ovalausgeschnittener Flecken. Der Schwanz allein macht ein Drittel der Länge aus,oft sogar noch mehr. Selbst einen Stier kann diese Natter, welche gern vonBaumen herabschießt, durch Umschlingung erdrücken und ihm die Knochen brechen.Einen solchen großen Thierkörper vermag sie hinabzuwürgen, nachdem sie ihn mitihrem gelben Geifer glatt auf der Oberfläche gemacht hat. Sie wird dann sounbehülflich, daß sie in diesem Zustande leicht erlegt werden kann. Sobald dieMenschen in einer Gegend sich vermehren, verschwinden diese großen Schlangen,welche Amerikas Wilde als einen Leckerbissen verzehren. Nur in Südcarolinatrifft man noch bisweilen diese Schlange, nördlicher sind sie bereits in den nord-amerikanischen Freistaaten vertilgt.

Boccaccio (Giovanni), dessen Name, wie Mazzuchelli mit Recht sagt,allein für tausend Lobsprüche gilt, war der Sohn eines Kaufmanns in Florenz;seine Familie stammte von Certaldo, einem Dorfe in Toscana, daher er sich selbst<Ia Oertslcko nennt. B., die uneheliche Frucht einer Verbindung, welche seinVater zu Paris, wohin ihn Handelsgeschäfte gerufen, eingegangen war, wurdedaselbst 1313 geboren. Frühzeitig nach Florenz gebracht, begann er hier seineStudien und verrieth schon als Knabe einen entschiedenen Geschmack für die Poesie.Mit dem 10. I. übergab ihn sein Vater einem Kaufmanne, bei dem er die Hand-lung erlernen sollte. Dieser führte ihn nach Paris und behielt ihn 6 Jahre beisich, ohne daß er ihm Neigung für den Kaufmannsstand hatte einflößen können.Ebenso wenig bewirkte dies sein achtjähriger Aufenthalt in Neapel. Statt mitKaufleuten zu verkehren, schloß er die innigste Freundschaft mit mehren neapolita-nischen und florentinischen Gelehrten, welche der kunstliebende König Robert dahingezogen hatte. Nichts beweist, daß er Theil an dem Wohlwollen dieses Fürstenhatte, wohl aber genoß er der besondern Gunst einer natürlichen Tochter Roberts,für die er mehre Werke in Prosa und Versen schrieb, und der er unter dem NamenFiammctta oft darin huldigt. In glücklichen äußern Verhältnissen, mit einemlebhaften und heitern Geiste, einem sanften und gefälligen Charakter, der glück-Conv.-Lex. Siebente Auf!. Bd. H. f 1

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