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2 (1830) Bo bis C
Entstehung
Seite
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Cajus

Ealabrien

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sieht man geringe Überreste vom alten Memphis. Den 22. Juli 1798 wurde E.von den Franzosen eingenommen. (S. Ägypten.)

Cajus, nach griech. Schreibart Gajus, ein Nechtsgelehrter aus den Zei-ten der Kaiser Hadrian und Antoninus Pius (117161) , von dessen Leben sonstNichts bekannt ist. Von seinen mannigfaltigen Schriften sind besonders dieInsti-tutionen" wichtig geworden, zuerst als ein Lehrbuch des Rechts, welches Jahrhun-derte bis auf Justinian eins der gangbarsten blieb, dann als Grundlage des ofsi-ciellen Lehrbuchs des Rechtsfystems, welches eine wesentliche Stelle in der Justiz-reform Justinian's einnahm, und neuerdings als die einzige einigermaßen vollstän-dige und systematisch geordnete Quelle der altern Rechtswissenschaft der Römer.Man hatte früher aus diesen Institutionen von C. einzelne Stellen, Auszüge undUmarbeitungen. Zwei einzelne Blätter einer Handschrift, welche sich in der Biblio-thek des Domcapitels zu Verona befindet, entdeckte Scipio Masse! schon zu An-fänge des vorigen Jahrh., die Handschrift selbst fand aber erst Niebuhr, als er1816 als preuß. Gesandter nach Rom ging und sich unterwegs 2 Tage in Veronaaufhielt. Zu einer Handschrift der Briefe des h. Hieronymus hatte man das Per-gament benutzt, worauf dieInstitutionen" des C. geschrieben waren. Masse!hatte sic als Ooilox reseriptu» anerkannt, ohne jedoch den Inhalt des frühemWerks, welches dem spätem hatte weichen müssen, genauer zu erforschen. Niebuhrsah, daß ein altes juristisches Werk hier verborgen lag, und v. Savigny in Paris riethglücklich auf die Institutionen des C. Die Akad. der Miss, zu Berlin schickte 18172 Professoren, den Philologen Jmm. Bekker (s. d.) und den Juristen Göschen,nach Italien, um diesen Fund genauer zu untersuchen. Ihnen schloß sich der jetzigeProf. Bethmann-Hvlweg freiwillig an, und durch ihre vereinten Bemühungen istder größte Theil des Buchs wieder in Zusammenhang gebracht und bis auf die ganzunleserlichen Stellen hergestellt worden. Gedruckt sind die Fragmente von C.,Berlin 1820. Seitdem ist die Handschrift durch Prof. Blume nochmals ver-glichen und manche Ergänzungen gefunden worden, die in einer neuen Auflage(Berl. 1825) nachgetragen worden sind. Sie haben über viele Punkte der römi-schen Rechtsgeschichte ganz neue Ansichten eröffnet, aber auch manche scharfsinnigeund gelehrte Hypothese zerstört. 37.

Calabrese wird der aus Ealabrien gebürtige Maler Mattia Preti(geb. 1643, gest. 1699) genannt.

Ealabrien, ein Berg-Küstenland, das, 58 Stunden lang und 720Stunden breit, die südliche Spitze der italienischen Halbinsel bildet. Es zieht sichim südlichen Theile Neapels, längs den Apenninen und dem tyrrhenischen Meere,südwärts bis zu den Vorgebirgen Spartivento und Sguillace, und östlich bis zumGolf von Tarent in das mittelländische Meer hinein, und enthält auf einem Flä-chcnraume von 320 HjM. über 890,000 Einw., darunter viele Arnauten. Diegenauere Kenntnis dieses in der Fabel und in der Geschichte merkwürdigen, bis-her den Reisenden nicht sehr zugänglichen Landes verdanken wir dem Kriege, dendie Franzosen, während Napoleons Herrschaft, unter Josephs und Joachims Re-gierungen mit den stolzen und fanatischen Ealabresen bis 1810 geführt haben.

Alterthume war Ealabrien ein Theil von Großgriechenland , die Wohnungdes Pythagoras, das Vaterland des Eharondas, Zaleukus, Praxiteles, Agathoklesund andrer berühmten Männer. Hier, wo einst das wollustathmende^Sybaris

- 'st "and und Volk jetzt in tiefe Barbarei gesunken, aber dennoch durch dieletzten Schicksale des Königreichs Neapel (s. Sizilien, Königr. beider), obwolauf eine traurige Art, nicht unbcrühmt. Das Klima ward schon im Alterthumegepriesen; nur in einigen Gegenden erzeugen stillstehende Gewässer, um deren Ab-e, nng sich Niemand kümmert, in der heißen Jahreszeit ansteckende Krankheiten,er usige Thau unterhalt im größten Theile des Jahres ein reizendes Grün,

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