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2 (1830) Bo bis C
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Cairo

Fortsetzung sEphemeriden"; außerdem beschäftigte er sich ganz besonders niiidem Monde und den Sternen des Thierkreises. Da er einsah, daß für den Unge-heuern Plan, den er entworfen hatte, die Methode der correspondirenden Hetz,«viel zu langsam sei, brachte er auf s. Sternwarte ein Mittagsglas an, das ihm di,geraden Aufsteigungen der Sterne mit mehr Leichtigkeit geben sollte; aber um zu-gleich diejenige Genauigkeit zu erlangen, die er beabsichtigte, machte er sich MGesetz, in sein neues Verzeichniß keinen Stern aufzunehmen, den er nicht Z odirlTage beobachtet hatte, wobei er ihn jedes Mal mit mehren von denjenigen St«verglich, deren Standpunkt er so mühsam bestimmt hatte. Dadurch erreichte«eine größere Genauigkeit als seine berühmten Nebenbuhler Bradley und Map,'die, obwol mit bestem Instrumenten versehen, sich bei den Sternen von geringe,«Größe gewöhnlich mit einer einzigen Beobachtung begnügten. Zu bedauern ist, istdieser schönen Arbeit von dem Herausgeber, einem Schüler und Freunde La Ls,nicht diejenige Sorgfalt gewidmet worden, welche man gewünscht hätte. Unters,vielen, Geschäften fand La C. auch noch Zeit für fremde Arbeiten. Von Bongnn,der '.hm sterbend s. Handschriften empfohlen hatte, ließ er denUralte de Kgr,.de.tlon de la luiniere" erscheinen, und arbeitete den ,,'l'rait« de narigatm"ganz um. Ferner gab er die Beobachtungen des Landgrafen von Hessen-Kassel MWaltherus, die Reise Chazelle's nach Ägypten, und Feuille's nach den canarWInseln heraus. Ein heftiger Anfall von Gicht hatte s. Arbeiten unterbrochen;«setzte sie, kaum genesen, um so eifriger fort, zerstörte aber dadurch seine schwacheGsundhcit und starb den 21. März 1762. Seine Manuscripte hatte er s. FreuckMaraldi übergeben, welcher denOiel austrnl" mit einer Vorrede über den Bus.vvn Brotier herausgab. Nie war ein Gelehrter ein größerer Freund der Arbeit wlWahrheit als La C. Die Menge, sowie die Richtigkeit s. Beobachtungen, isti«wundecnswürdig, umsomehr, wenn man bedenkt, daß seine ganze aftronomstiLaufbahn sich auf 27 I. beschränkt. La C.'slournsl du voz-aze ksit au t-z,könne espsranve" hat Carlrer herausg. (Paris 1763; deutsch, Altenb. 1778).

Cairo, arab. Kahira (d. i. die siegreiche), Hauptst. in Ägypten, eine ingrößten Städte in der Welt. Sie liegt in Mittelägypten am östl. Ufer des Mi»einer sandigen Ebene, ist mit dem linken Nilufer durch eine Schiffbrücke verbünd,»und besteht aus 4 ziemlich weit von einander entfernten Theilen: Alk-Lai«,Bulak, dem Hafen der Stadt, und Neu-Cairo. Im Castell, wo sich der MFuß tiefe, in Felsen ausgehauene und mit Stufen versehene Josephsbrunneni«findet, residirt der Pascha. Die eigentliche Stadt, ohne Gärten und Pflanzunghat 34 Stunde im Umfang, 31 Thore, 2400 unregelmäßige, ungepflasterte Gas-sen , welche des Nachts am Ende der Quartiere verschlossen werden, um Unerinung zu verhüten, 46 Kreuzwege, 38 Sackgassen, 25,840 größtenteils vonst»gelsteinen erbaute Häuser mit platten Dächern, über 200,000 Einw., Araber »daMohammedaner, koptische Christen, Mamelucken, Griechen,-Syrer, Arm»,Europäer, Juden -c. Man zählt an 80 offentl. Bäder, 300 Moscheen, 2 griif,12 koptische und 1 armenische Kirche, 36 Synagogen, viele Seiden-, CamelitzTapeten-, Schießpulver-, Leder-, Leinwand - und Cattunfabriken. Der Hand!der Stadt ist sehr wichtig, da sie der Mittelpunkt alles Verkehrs zwischen ErWdem mittelländ. Meere, Asien und dem nordöstl. Afrika ist. In Bulak befinde!ffeine mohammed. hohe Schule und eine Militairschule mit europ. Lehrern für IRZöglinge, welche der Pascha unterhält, eine Buchdruckerei und eine Bibliothek«"25,000 Bdn. Eine Telegraphenlinie geht nach dem 55 deutsche Meilen entfernt«Alexandrien, durch die man in 40 Minuten Nachricht erhält. In der Nahe d-findet sich eine Wasserleitung von 317 Bogen. Auf der zum Gemüsebau benutz«Insel Rohdah steht in einem Thurme der Nilmesser, Mikkias, an dem«Steigen des Nils bemerkt und öffentlich ausgerusen wird. Drei Meilen gegen