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2 (1830) Bo bis C
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Caille

er seine Dreiecke über die Hauptberge von Auvergne aus, um mit dem Meridianeine neue, bei Rom gemessene Basis in Verbindung zu bringen. Er wollte sich durchdiese Abschweifung ein Mittel mehr verschaffen, um die Zweifel über die von Picard1669 gemessene Basis von Juvisy aufzuklaren. Er hatte wahrgenommen und ge-zeigt, baß diese Basis um ein Tauscndtheil zu lang sei, woraus folgte, daß die TorfePicard's wenigstens um 1 Linie kürzer sei, als die Toise der Akademie. Diese solange bestrittene Behauptung La C,'s ward jetzt außer Zweifel gesetzt. Wahrend s.Abwesenheit und in Folge s. Rufs zum Prof, der Mathematik am Collegium Ma-zarin wurde die Fortsetzung der Mittagslinie in dem nördl. Theile bis zum Herbstverzögert. La C. beendigte sie in einigen Monaten, wahrend welcher er noch 2 Ba-sen maß und zuParis und Dünkirchen astconomischeBeobachtungen machte. Nachs. Rückkehr ging er an die Berechnungen, die eine so lange Arbeit nach sich zog, unddurch die Vergleichung der verschiedenen Bogen, die er gemessen hatte, zeigte er, daßvom Äquator nach dem Pol zu die Grade wachsen: ein Ergebniß, das dem ans deralten Messung gezogenen gerade entgegenlief. Seine geometrischen, mechanischen,astronomischen und optischen Abhandlungen, die sich in wenig Jahren folgten, be-weisen, mit welchem Fleiße er s. Amt als Professor verwaltete ; s.Ephemeriden"und die zahlreichen und wichtigen Memoiren, die er der Akademie der Wissenschaf-ten übergab, s. Berechnungen der Finsternisse auf 1800 Jahre, in der ersten Ausg.des,,.4rt äe ve'ritier les ilates", beweisen, mit welchem Eifer er s. astronomischenArbeiten fortsetzte. Er hatte die Berichtigung der Sternverzeichnisse unternommenund wählte dazu die Methode der correspondirenden Höhen. 1746 war er im Besitzeiner eigens für ihn eingerichteten Sternwarte auf dem Collegium Mazarin. Treuder mühsamen Methode, der er den Vorzug geben zu müssen geglaubt hatte, brachteLa C. 14 Jahre lang seine Tage und Nachte zu, die Sonne, die Planeten und be-sonders die Sterne zu beobachten, um die astronomischen Verzeichnisse und Tafelnzu berichtigen. Man hatte ihm die beiden sechsfüßigen Sectoren überlassen, womiter den Meridian von Frankreich berichtigt hatte. Begierig, die niemals über demHorizont von Paris erscheinenden Sterne der südl. Hemisphäre kennen zu lernen,entwarf er den Plan zu einer Reise nach dem Cap; er sah zugleich, welchen Nutzener aus dieser Ortsveränderung für die Bestimmung der Parallaxe des Mondes, derVenus und des Mars, und für die Strahlenbrechung ziehen könnte. La lande (s. d.),damals 19 I. alt, wurde zur Ausführung der damit in Verbindung stehenden Mes-sungen gleichzeitig nach Berlin geschickt, welches mit dem Cap unter einerlei Meri-dian liegt. Diese astronomische Unternehmung kostete 4jahrige Reisen und Arbeiten.Aber es gelang La C., in 127 Nächten die Stellung von ungefähr 10,000 Ster-nen mit einer bewunderungswürdigen Genauigkeit zu bestimmen. Da seine Abreisevom Cap sich verzögerte, benutzte er die Zwischenzeit, in der Südzone einen Grad zumessen. Auch nahm er noch auf Befehl der Regierung eine genaue Charte von Jslede France und der Insel Bourbon auf, welches kurz vorher von dem berühmtenSeefahrer d'Apres ebenfalls geschehen war. Nach s. Rückkehr beschäftigte er sichaufs neue anhaltend, die verschiedenen, für das Problem der Längen (s. Läng en,qeogr.) vorgeschlagenen Methoden zu vergleichen. Er wählte dafür die Abstande desMondes von der Sonne oder den Gestirnen, zeigte die Vortheile dieser Methodeund schlug eine späterhin allgemein angenommene Art von nautischem Almanachvor. Für die wenig unterrichteten Seefahrer gab er sinnreicke graphische Hülfs-mittel an, wodurch sie auf eine leichte Weise mit einer Methode vertraut gemachtwurden, die sie durch die Lange der Berechnungen abschrecken mußte. In ununter-brochener Tätigkeit theilte La C. seine Zeit zwischen s. Observatorium, s. Rech-nungen, s. Pflichten als Akademiker und Professor, und der Herausgabe seinerverschiedenen Werke. Es erschienen jetzt s. Sonnentafeln, s.Astronoinise iun-Naiuentn novünnma solis et stellarinn observat. stabil." (Paris 1757, 4.), dieEonv.-Lex. Siebente Ar-fl. Bd ». f 24