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2 (1830) Bo bis C
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Byzantiner (oströmisches Reich)

Meeres und Kleinasten, von Afrika Ägypten und von Europa die Länder von denMeerengen bis an das adriatische Meer und die Donau umfaßte und nicht nur umkaufend Jahre das abendländische Kaiserthum überlebte, sondern sie noch durchdie Küste am mittelländischen Meere und Italien vergrößerte, entstand, als 395Theodosius das römische Reich unter seine beiden Söhne, Arkadius und Honorius,iheilte. Das morgenländische Kaiserthum erhielt der älteste, Arcadius; semeSchwache schlug demselben sogleich tiefe Wunden. Bei seiner Minderjährigkeitwar Rustnus Vormund und Minister; dieser und Stllicho, der Minister des West-reichs, suchten einander gegenseitig zu stürzen. Die Gothen verwüsteten Griechen-land; Eutropius, des Rustnus Nachfolger, und Gainas, des Rustn Mörder,stürzten sich durch eigne Verbrechen (399). Der Letztere verlor sein Leben in einemvon ihm erregten innern Kriege (400). Arcadius und sein Reich wurden nun vonseiner stolzen und geizigen Gemahlin, Eudoxia, bis an ihren Tod (404) regiert.Die Jsaurier und die Hunnen verwüsteten die Provinzen Asiens und an der Do-nau. Der minderjährige Theodosius folgte seinem Vater (408) unter Leitung derPulcheria, seiner Schwester. Bei geringen Geistesgaben hatte ihn die Erziehungvöllig zur Selbstregierung ungeschickt und unfähig gemacht. Pulcheria, die auchden Titel Augusta führte, regierte das Reich nicht unglücklich. Von dem anValcntinian abgetretenen abendländischen Reiche behielt Theodosius Westillyrien(423). Die Griechen fochten glücklich gegen den Perserkönig Varanes. Dasdurch einen Zwist zerrüttete und von den Römern und Persem in Anspruch genom-mene armenische Reich ward von nun an ein Zankapfel zwischen beiden Nationen(440). Attila verwüstete Theodosius's Reich und nöthigte ihn zum Tribut (448).Nach ihres Bruders Tode wurde Pulcheria als regierende Kaiserin anerkannt: daserste Beispiel dieser Art (450). Sie gab ihre Hand dem Senator Marcian, densie dadurch auf den Thron hob. Seine Weisheit und Tapferkeit hielt die Hunnenvon den Grenzen ab; dock) unterstützte er das occidcntalische Reich nicht thätig ge-nug in den hunnischen und vandalischen Kriegen. Den durch den hunnischen Krieggegen die römischen Grenzen gedrängten Deutschen und Sarmaten wies er zumLheil Wohnungen an. Pulcheria starb vor ihm (453). Auf Marcian folgtedurch Wahl Leo 1. (457), ein von den gleichzeitigen Schriftstellern gelobter Fürst.Seine Unternehmungen gegen die Vandalen scheiterten (467). Ihm sollte seinEnkel Leo folgen; dieser aber starb gleich nach ihm, nachdem er seinen Vater Zenozum Untecregenten ernannt (474). Die Regierung dieses schwachen, von seinenUnterthanen gehaßten Kaisers ward durch häufige Empörungen und innere Zerrüt-tungen des Reichs bezeichnet. Die Gothen verheerten die Provinzen, bis ihr 'An-führer Theodorich (489) nach Italien zog. Ariadne, des Zeno Witwe, hob denMinister Anastasius, mit dem sie sich vermählte, auf den Thron (491). Daszur Unzufriedenheit und zu Tumulten einmal aufgereizte Volk war durch Milde-rung der Lasten und weise Verordnungen nicht völlig zu beruhigen. Die auf dieseWeise geschwächten Kräfte des Reichs konnten den Persern und den Völkern ander Donau nicht hinreichenden Widerstand leisten. Gegen ihre Einbrüche in dieHalbinsel von Konstantinopel erbaute Anastasius die sogenannte lange Mauer.Nach Anastasius's Tode riefen die Soldaten Justin zum Kaiser aus (518). Trotzseiner niedrigen Geburt behauptete er sich auf dem Throne. Religionsverfolgun-gen, wozu ihn die Geistlichen, und mancherlei Verbrechen, wozu sein Neffe Ju-stinian ihn verleitete, zeichnen seine Regierung aus. Nach seinem baldigen Tode(521) folgte ihm eben dieser Justinian (s. d.), der zwar den Namen des Gro-ßen nicht verdient, dem aber doch viele Regentenfähigkeiten nicht abzusprechen sind.E, war berühmt als Gesetzgeber und durch die Siege Belisar's, aber wie weniginnere Kraft er dem Reiche hatte geben können, bewies der schnelle Verfall desselbenna ) seinem Tode. Justin II., sein Nachfolger (565), war ein geiziger, grau-