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Böhmische Sprache
ches Vorwort und anderweitige Umschreibung durch den Instrumental, der mit demAblativ des Lateiners übereinkommt, z. B. seoenzm meee blarvu mu st'al (t' lieswie t>), mit einem Schwerthiebe hat er ihm den Kopf heruntergehauen. DieseSprache ist daher am meisten dazu geeignet, die Originalwerke des römischen Alter-thums mit aller ihrer Energie und Gewandtheit zu übertragen. Schon durch denGebrauch des purt. xraet. aotivi kann der Böhme, sowie der Grieche, bestimmen,wer die im Prädicate des Nebensatzes enthaltene Handlung eigentlich verrichtethabe, welches der Lateiner bei seinen sblativi« eonseguentme , oder bei seinemparticipio passiv!, die er an dessen Stelle setzt, allezeit unbestimmt und zweifel-haft lassen muß, z. B. LTr-rpoTrov XON rs
Trouüox rwv rrx , kiuäarus vstsno-
viv kasilrlea 2a poruenzlca s^uu srvebo a zobo Amenz, talil «Io kelopon-nesu. kinäarus eonstituto kasivle tum tilii tum bonorum tutoro, in ke-loponnesum abiit. — Daraus folgt drittens die Deutlichkeit und Be-stimmth eit der böhmischen Sprache. Jeder Begriff wird nämlich mit einemeigenthümlichen Worte bezeichnet, z. B. die Zeitwörter -ssti, »trzbati, kraAeti,rerati, welche der Deutsche mit einem Worte „schneiden" ausdrückt, bezeichnen:mit der Sichel, mit der Scheere, mit dem Messer, mit der Sense schneiden. Inder Feinheit des grammatikalischen Baues ist das Böhmische dem Griechischengleich, und hat vor der lateinischen und vielleicht vor allen andern Sprachen denVorzug. Denn der Böhme gebraucht, wenn er von 2 Händen, 2 Augen rc.spricht, den Dual: ruoe, oei rc. Auch drückt er ein dauerndes Zeitwort, demgriechischen Aorist gleich, eine unbestimmt vergangene Zeit aus, z. B. kuporvaläum, als nelcaupil bo, was sich im Deutschen nicht ausdrücken läßt; dennIcupovati heißt kaufen, und baupiti auch kaufen, also würde es wörtlich heißen:er kaufte das HauS, und kaufte es nicht, was ein Widerspruch wäre; man könntehöchstens sagen: er war im Begriffe das Haus zu kaufen, kaufte es aber nicht;obwol selbst dies kein richtiger Ausdruck dieses Begriffes ist, denn die Handlungwar schon da, er war schon im Kaufe. Überhaupt hat das Böhmische der Bedeu-tung, nicht der Form nach, mehre vergangene Zeiten, welche sehr fein unterschiedenwerden, und zwar pruet. siuA. uuit. (die einmal vergangene Zeit), Icsupil , erhat einmal gekauft; plusgusmperf. primum, lcuporvsl, er hatte durch längereZeit gekauft; plusguamperk. sevuuäum, Iruporvärval, er hatte ehedem mehrmalgekauft; plusguamperf. tertium, Iruporvärvürvsl, er hatte vor Zeiten selten ge-kauft, wo man durch die Hinzusetzung des Hülfszeitwortes b)ck noch eine längere'Vergangenheit der Zeit andeuten kann, obwol dies wegen des seltenen Vorfallssehr selten gebraucht wird, z. B. b^I Icuporväval, er hatte vor uralten Zeiten ge-kauft. Ein Vorzug sind die mehren futura , wodurch der Böhme nicht nur dieZeit, sondern auch die Dauer und die öftere und seltnere Wiederholung der Hand-lung andeutet, und zwar das futurum Simplex, Iraupjm, ich werde einmal kau-fen; futurum äurativum, z. V. buäu leupovsti, ich werde durch eine längereZeit kaufen; fut. fregueutativum, buäu Icopovarvati , ich werde mehrmalenkaufen; und fut. iterutivum, buäu Icupouüuuti, ich werde manchmal zu kaufenpflegen. Ebenso vielfach ist die Bedeutung und ebenso fein sind die Zeitbestim-mungen der Participien und Participialwendungen; dadurch, daß durch das Par-ticipium das Geschlecht und die Zahl mittelst der Endsylbe bestimmt wird, erhält dieczechische Sprache einen nicht geringen Vorzug vor andern Sprachen. Der Böhmekann sich wie der Grieche durch den Optativ so fein und höflich und doch zugleichso kurz ausdrücken, wenn er Etwas gebietet, z. B. ueobalu tolw, laß sie es gehen,veinil to, mache er es doch. Die kleinen Bindepartikeln der Rede, die der Böhmemit dem Griechen gemein hat, müssen als ebenso viele Pinselstriche und Druckerangesehen werden, durch welche die Idee und Empfindung des Ganzen bestimmter