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7 (1830) M bis N
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Museen

richtet sind, hat man besonders durch die Angaben über Fonthill-Abtei erfahren,dessen verschwenderischer Glanz selbst unter den NabobS von Altengland Staunenerregte (Kunstblatt", 1824, Nr. 37). *) Als Ersatz für das Museum der franz.Denkmäler, das unter der vorigen Regierung in Frankreich aufgelöst wurde, hatman 1824 inParis eine Sammlung neuer Skulpturen aus den Zeiten der Wie-derherstellung der Wissensch., Leos X,, Ludwigs XIV. und der spätem Jahre, u. d.N. 6sl>-rie LriAmiIeme mit dem Museum verbunden, dessen Besitz durch die Ve-, nus von Melos (s. d.) und den Thierkreis von De nderah (s. d.) wahrhaft kö-niglich erweitert worden ist. Durch die Sorge des Ministeriums erfreuen sich selbst dieSammlungen in den Provinzstädten einer Beachtung, die interessante Mittheilun-gen verheißt, und schon haben Lyon durch Artaud's Eifer, und das Elsaß, wo be-sonders Schweighäuser an der Spitze steht, durch Funde und Untersuchungen Auf-merksamkeit erregt. Auch Spaniens Kunstschätze blieben nicht unbeachtet, ob-gleich das Ausland seinen Sammlungen größere Aufmerksamkeit schenkte als das^ mit politischen Dingen zu sehr beschäftigte Inland. Was Llorente davon mit-! Geilte, findet man imKunstblatt", 1821, Nr. 23. InItalien waren die! Zeitumstände für Kunstpflege nicht die begünstigendsten; dennoch wurde inTurin^ 1824 von den ägyptischen Alterthümcrn, die Drovetti dahin geschickt hatte, ein

! ägyptisches Museum errichtet. Es befindet sich darunter ein auf Papyrus geschrie-benes Werk in phönizischer Sprache. Amad. Peyron gab diekspz'ri xrireciNusei laurillensis" heraus. Mailand wurde täglich reicher an Münzen; inBrescia entstand 1827 ein Museum für Altecthümer, nachdem man einen Tem-( pel mit vielen Statuen und andern Alterthümem daselbst vor wenigen Jahren aus-gegraben hatte; Florenz machte s. alten Schatz durch genauere Erforschung zueinem europäischen Eigenthum, und Pius VII., der, die Zeit berücksichtigend, anLiede für die Künste weder Clemens XIV. noch einem andern s. nähern Vorgängernachstand, hat durch den Anbau des neuen Flügels an das Museum Chiaramontil (des bravem nuovo) allen Fürsten ein Beispiel gegeben, wie diese Pfleganstalten! aller Reste die gegenwärtige Kunst erheben können. Für die Erweiterungen desMuseums Borbonico zu Neapel, welches auch die Sammlungen Farnese undBorgia enthält, bot die dort ewig reiche Erde selbst ihre Schätze. Zufällig bei demPalaste der 8tuH gefundene Gräber bilden jetzt die Fortsetzung dieser noch viel zuwenig gekannten Kunstsäle.**) Venedig verlor leider Den, der uncrmüdet dort für.Erwerbung und Kunstbelebung wirksam war, Gr. Cicognara (gegenwärtig Ober-l aufseher der Kunstschätze des Baticans). Dieselbe Neigung, sich mit Schätzen derKunst zu umgeben, trifft man auch in den Hauptstädten des Nordens an. Über

> Petersburgs Kunstschatze s. m. Ferd. Hand'S Beschreib. (Weimar 1827,1. Bd.),insbesondere Miliotti über die geschnittenen Steine daselbst (Wien 1803), undüber den Gemäldeschatz seiner Lustschlösser, mit einer Anzeige des zu früh verstarb.Ignatius, Oldekop'sPetersb. Zeitschrift" (1822, Nr. 46), die leider nur Paw-

i lowsk uns kennen lehrt. Genaueres wissen wir von Museen, die aus den Trüm-! mrm des alten Olbia ihre Schätze erwarben, von Stolnoje und den Sammlungen^ der Hrn. Blaramberg und Stempkowski zu Odessa. Die dörpter Gelehrten, die

i *) Auch die Asiatische Gesellschaft zu Calcutta hat daselbst ein auf indische Merkwnr-( Weiten sich beschränkendes Museum eröffnet. (Vgl. die.4siatio rssvarckie»".)

( **) Die vorzüglichsten Schätze dieses Kunsttempels in treuen Abbild, u. Erklär, ent-

> hält das seit 1824 zu Neapel von Niccolini, Director der bild. Künste daselbst, hcftweiseherausgeg.Ikval Museo Lorbonivo", das 16 Bde. stark werden und nebst dem clas-sisicirten Kataloge von 2 Bdn., der die minder bedeutenden und nicht ausführlich be-schrieb. Denkmale enthalten soll, 288 G»ld. C.-M. kosten wird. Zugleich gibt Niccolinidarin Nachrichten von de» Ausgrabungen in Pompeji. Auch Gerhard und Panofka gebenseit 1828 bei CottaNeapels antike Bildwerke" heraus, ein Werk, das auch die imPrivalbcsitze besindlichcn Antiken enthält.