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7 (1830) M bis N
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2. Dde, derAmalthea".) Mit derselben Liberalität unterstützt die preuß. Regie-rung die Bildung des Museums zu Bonn, das durch Hofrath Dorow's Thäiigkeitbei den Nachgrabungen in den Rheinprovinzen zu einem bedeutenden Besitzthumegelangte, welches jetzt durch A. W. v. Schlegel's Leitung nicht ohne Ausbeute fürAlterthumskunde sein wird. (S. Dorow's Beschreibung, mit Kpf., Stuttgart1823,4.) Dieselbe Gesinnung ermuntert die Vorsteher der Sammlung zu Mün-ster, wo die Denkmäler durch die Nähe des Fundorts an Bedeutsamkeit so unver-kennbar gewinnen. Prof. Büsching's Eifer für altdeutsche Studien gab dem Mu-seum zu Breslau einen Reiz, der ihm nur durch die Sammlung zu Kopenhagen,wo man gleiche Richtung verfolgt, streitig gemacht werden kann. Büsching's heid-nische Denkmäler Schlesiens sind gleichsam der fortlaufende Anzeiger Dessen, wasdiese Sammlung gewonnen. Gleichmäßig entstehen in Halle, in Leipzig beidenAltcrthumsgeseUschaften Museen der Gegenstände, die sie beschäftigen. Umfassen-der ist das vaterländische Museum zu Prag, dem uneigennützige Vaterlandsliebeund die großartige Gesinnung s. obersten Leiters, des Gr. Sternberg, stets neue Er-werbungen zuweist. In Gotha wurde das neue Museum, in welchem HerzogFriedrich lV. die Bibliothek, das Münzcabinet, das sinesische und das ostindischeCabinct, die Seezcn'schen Sammlungen, die Kunstkammer u. a. m. nebst einerGemäldegalerie aufstellcn ließ, 1824 eröffnet. Vorzüglich reich ist die Galerie anBildern aus der altdeutschen Schule. Der durch seine Petrefactenkunde rühmlichbekannte Geh.-Rath v. Schlotheim führt die Aufsicht über das Museum. Unter-dessen wachsen die Sammlungen zu Wien, die Museen zu Kassel, Darmstad!,Braunschweig, Bern durch bedeutende Ankäufe. Frankfurt hat den Grund zu ieinem Nationalmuseum gelegt durch die Gemäldesammlung des Hrn. Städel. InStuttgart ist ein Museum trefflicher Gypsabgüsse, welche der jetzige König kaufte.

Die Sammlung der Fürsten von Wallerstein zu Wallerstein verdient nach demKunstbl.", 1824, Nr. 80, besonders dadurch Aufmerksamkeit, weil die Überein-stimmung des Baulichen dort einen Eindruck Hervorbringen muß, den die meisten i

derartigen Sammlungen durchaus vermissen lassen. An diese Sammlungen schlie- j

ßen sich die Museen an, die begünstigte Kunstfreunde um sich gebildet haben. Mitder Gr. Schönborn'schen Sammlung zu Pommersfeldcn, dem Schönfeld'schenMuseum (bei Wien, das auch Technologie umfaßt) wetteifern die Bettcndorf'scheSammlung zu Aachen (Wegweiser" bei derAbendzeitung", 1824, Nr. 38),die Sammlungen, welche Baron Schellcrsheim, welche der Staatsrath v. Nagler !zu Berlin, Hr. Speck zu Leipzig u. A. um sich ausgestellt und für Kunstfreundewie für Kunstjünger geöffnet haben. Auch das Haus des Hrn v. Quandk zu Dres-den zeigt Kunstwerke von dem bedeutendsten Werthe, sowie des Minist, v. HumboldtLustschloß Tegel bei Berlin. Denn während in Italien die Sammlerliebe sich vcr- >licrt, gedeiht sie desto kräftiger in England, Deutschland,Frankreich. Mit engl. Auf- Iwand erbaute man zuLondonseit 1824 ein Museum, wo die bisher so unwürdigaufgeschtchteten Denkmäler und Seltenheiten, die Beute mehrer Wcltthcile, eineentsprechendere Unterbringung finden werden. Das brit. Museum besitzt auch seit1826 die wichtige Samml. oriental. Handschriften u. Alterthümer von Claude Rich.

Die ägypt. Denkmäler kennen wir genauer durch CH. Borke und Martin Leake:

1,«8 principoux monuinens öZ/ptiens ilu '1u8eo britaimigiio etc., expligues

ä'apres Io 8)'8töme plionetigue" (Champollion's) (London 1827). Das .llueeum IIVorsIez'snurn kennen wir aus den von Eberharde und Schäffer in Darmstadt !hcrausgeg., in Zink gearbeit. Abbild. (Darmst. 1827, 12 H.). Vielleicht war deraußerordentliche Preis, mit dem die Angrrstein'sche Gemäldesammlung für diesesMuseum erworben wurde (38 Stück für 57,000 Pf. St.), ein Hauptgrund,weßhalb so viele Privatsammlungen des Festlandes auf einmal zur öffentlichenKunde und zum Markte kamen. In welcher Art dort Privatsammlungen einge-