l Achen 627
! rile ist der Apollo und der Laokoon nebst unzähligen der herrlichsten Bildwerke; indie vaticanischen Säle kamen Rafael's Transfiguration, s. Madonna di Foligno! und die meisten der berühmten Gemälde, die nach Paris entführt waren. Uebcr dieAlterthümer s. das,Museo kio-Oleinentino" und die Fortsetzung desselben: „IIMseo Lkiarsluonti", mit e. Erklär, v. Visconti und Guattani, herausg. v. Ant.d'Este und Gaspare Capparone (Nom 1808, Fol.). Das Museum in Florenz(s. d.) wetteifert mit dem vaticanischen; seine schönsten Zierden sind die mediceischeBenus und der farnestsche Hercules. Das Museum in P aris war zu der Zeit,wo alle höchste Kunstschätze darin aufgehäuft waren, das reichste der Welt; cs ist
> aber auch jetzt noch beträchtlich. (S. „Kunstbl." z. „Morgenbl.", 1817, Nr. 16.)l Die herrliche Diana, Apollos echte Schwester, die majestätische Pallas von BelletriI und die kolossale tragische Muse sind dessen erste Zierden. Da man in Frankrei ch
(wol mit Recht) auch die Gemäldegalerien mit unt. d. Tit. Nusee versteht, so müs-sen wir hier der herrlichen Galerie desLouvre gedenken, deren größte Zierden jetzt,außer den von Franz I. erkauften Gemälden von Rafael und Leonardo, die Werkevon Poussln, Lebrun und Lesueur, sowie die Gemälde der ehemaligen Galerie desLuxembourg von Rubens sind. Über die Bildwerke des Louvre s. m. des GrafenClarac,Muses äs svulpture antigue et mvlleine" (Paris 1826, m. Kpf., Fol.).Hier steht auch das unter Karls X. Regierung geordnete und bereicherte ägyptischej Museum, dessen Aufseher, Champollion d. I., eine,Motiee lleseriptive" desselben8 (Paris 1828) herausgab. Außerdem hatteParis noch ein Museum von National-l dcnkmälern, wo A. Lenoir mit Kenntniß und Geschmack diejenigen Monumente,! welche durch die Bolkswuth während der Revolution den Kirchen entrissen, der Zer-störung entgangen waren, gesammelt, aufbewahrt und, nach Jahrhunderten geosd-nct, in Sälen aufgestellt hatte, wovon jeder im Geschmack s. Jahrh. gebaut undverziert war; ein Garten dabei enthielt die Grabmäker, welche zu groß für die Sälewaren; das Ganze war höchst merkwürdig; jetzt aber ist Alles wieder an die altenStellen zurückgckehrt. Unter Englands Museen ist das opforder das älteste.Es wurde 1679 angelegt und verdankt einen großen Theil seiner Schatze dem EliasAshmole, dessen Namen cs auch seitdem führt. Das britische Museum in Londonwird durch Schenkungen sowol als Ankäufe immer reicher. Sir Robert Cottonlegte durch seine schöne Handschriftensammlung den Grund dazu; seitdem ließ dieRegierung keine Gelegenheit, das Museum zu bereichern, unbenutzt: so kaufte siedie Sammlungen Hamilton's, die Marmor und Basreliefs Townley's und neuer-es lich die reiche Sammlung des Lord Elgin und die Frifcnrelicfs von Phigalia. —>' Kein Land Europas besitzt mehr Museen als Deutschland. Berühmt sind in' Dresden die Antikensammlung, das Augusteum genannt, dessen höchste Zierde die
> 3 Herculanerinnen sind, die Gemäldegalerie mit der Himmelskönigin von Rafaelund heiligen Macht von Correggio, und das Museum der Mengs'schen Gyps-abgüffe. Ferner sind zu Wien und zu München schöne Museen; Münchens neu-
> erworbene Schatze der plastischen Kunst vereinigt die Glyp tothek (s. d ) in wür-diger Aufstellung, dem gegenüber durch des Königs Kunstsinn sich die Pinako -thek (s. d.) zur Aufnahme der Gemälde erhebt. Diese sind durch die düsseldorfer
^ Sammlung und durch die Boisseree'sche Gemäldesammlung beträchtlich vermehrt;
. ihre höchste Zierde ist Guido's Himmelfahrt der Madonna. Noch umfassenderist das Museum zu Berlin, welches, nach Schinkel's Plane erbaut, Marmor,! Gemälde, Münzen und geschnittene Steine (z. B. die Solly'sche und die Giusti-manksche Sammlung, die ägyptischen Denkmäler von Minutoli und Passalacqua,die Barkholdy'sche und die Bar. v. Kobler'sche, die von Bunscn in Rom ange-kausle Sammlung) in sich ausnimmt. Als Gebäude den schon vorhandenen Denk-malen angepaßt, wird es den Ansprüchen bestimmter genügen, die man an Pracht-gebandc der Art zu machen berechtigt ist. (Vgl. Prof. Levezow's Mittbeilung im
40 *