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Historisch-Genealogisch-Geographischer Atlas von Le Sage Grafen Las Cases in fünf und dreisig Uebersichten
Entstehung
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INHALTSVERZEICHNIS

ZUM HISTORI SCH - G EOGR A PH ISCHEN ATE A S

BEMERKUNG.

Der historisch - geographische Atlas besteht aus dreierlei Tafeln,

nämlich:

Erstens, aus allgemeinen.

Zweitens, aus historisch - geographischen Tafeln, deren Erklärung und Anlei-tung zum Gebrauch am Rande befindlich ist; undDrittens, aus genealogischen Blättern, wozu der Schlüssel auf der Rückseitedes ersten Blattes gefunden wird.

NB. Die Tafeln XXVII. XXVIII. XXIX. XXXI. XXXII. XXXIII. XXXIV.und XXXV sind aus Gefälligkeit durch Herrn Oberbibliothekar und ProfessorJ. Eiselein von Heidelberg theils übersetzt, grösstentheils aber ganz neu bear-beitet und dem heutigen Stand der Dinge angepasst worden.

A.

AEGYPTEN. Ursprung, Dunkelheit, Taf. I. i. Col, rechtsder bibl. Geschichte. Sein fabelhaftes Alterthuin nun in diegehörigen Schranken zurückgewiesen, ebend. Verrauthungvon De Guignes, der dieAegypter das chines. Reich gründen lässt,ebend. bes. Col. für dieAegypter, und Taf.V. linker Seiten-rauin 2. Tit. Ihre Cultur, ihre mehr durch Grösse alsNutzen und Schönheit wunderbaren Denkmale, ebend. Diefranzösischen Gelehrten, die zuletzt Aegypten durchsucht haben,lassen uns keine Hoffnung, noch weiter in das Dunkel des Alter-thums einzndringen. Man hat eine Zeit lang geglaubt, das San-scrit der Hindus könnte einige Aufklärung geben, ebend.Aegypten wird den Persern vonCambyses unterworfen,T af.I.6. Jahrh. Von Alexander erobert, 4* Jahrh.; kommt nachdessen Tode an die Ptolemäer, ebend.Manetho schreibt seineGeschichte, ebend. Ist nur ein systematischer Uebersetzer derHieroglvphen, Taf. V. linker Seitenraum 2. Tit.Die berühmteBibliothek von den Saraeenen verbrannt, Taf. I., bes. Col. vonAegypten u. Taf. III. letzte Col. rechts, 5. Jahrh. Aegyptenendigt unter der schönen Cleopatra; Augustus macht es zu einerrömischen Provinz, Taf. I. bes. Col. Das neue Aegypten,seine Topographie, Taf. XXXII., erste untere Col. links, undebend. auf der Carle.

AFRIKA. Taf. XXXII. Auf der Carte die verschiedenenAbtheilungen, Oertlichkeitcn, besondere Erzeugnisse, Flüsse,Gebirge u. s. w. Colorirte Nachweisung der Reisen vonHorne-mann, Browne, Bruce, Mungo Park, Clapperton u. Denham;in Mitte der noch von niemand durchlaufene Raum; um dasFestland herum ist eine Linie gezogen, auf welcher chronologischdie Fortschritte der Umschiffung und Erforschung dieses Welt-theils angegeben sind. Bei Aegypten rechts sind desselben Me-teorologie undKümate angegeben. Auf den Parallelkreisen stehenOrte derselben Breite. "Von Afrika im Allgemeinen, ebend.Seitenrand zur Linken.Frühere Kenntniss von diesemLande;jetzige Kenntniss , ebend. 2. Tit. Physische Beschreibung;Einzelheiten; Thier-, Mineral - und Pflanzenreich, ebend.3. Tit. Beraerkenswerthe Anführungen , Seitenrand zur Rech-ten. Versuche der neuern Reisenden im Innern Afrikas; Er-gebnis ihrer Bemühungen, ebend. 2. Tit. Historische Ueber-sicht, ebend. 3. Tit.Grosse Abteilungen und ihre Merkmale :r. nördliche Küste, ehemals cultivirt, nunmehr Aufenthaltder Seeräuber, ebend. unterer Rand; 2. westliche Küste, Stamm-land der Neger u. vornehmster Sitz des Sclavenhandcls, ebend.;

з. südliche Spitze, heut zu Tage bequemer Ruheplatz für Ost-indienfahrer, nachdem sie lange ein unbezwingliches Hindernissgewesen, ebend.; 4. Ostküste, den Europäern wenig bekannt,ebend.; 5. Binnenland , unermessliche, unbewohnbare Wüsten,weite Reiche, die entweder kaum besucht oder gänzlich unbe-kannt sind, ebend.

ALANEN. Das Geschichtliche von ihnen , Taf. VIII. imTexte unten.

AMERIKA. Taf. XXXIII. Die Carte giebt die verschie-denen Abtheilungen, ihre örtlichen Umstände und besonderenErzeugnisse an; di« Flüsse, Gebirge u.s.w.; die colorirte Nacli-weisung der Entdeckungsfahrt des Columbus , die Züge desCortez undPizarro, oder Forschungen von Hearne, Mackenzie,Clarke, Humboldt und Azara. Von Amerika im allgemeinen:es war den Alten unbekannt, Seitenrand zur Linken. Pbys.Beschreibung ; System seiner Gebirge , ebend. AngenommeneAbtheilungen; Oberfläche, Bevölkerung, ebend. Gebirge,Seen, Flüsse, ebend. Thier-, Mineral - u. Pflanzenreich.Erzählung von Entdeckung der neuen Welt durch Columbus,rechter Seitenrand. Eroberung von Mexiko durch Cortez,eheud. Eroberung von Peru durch Pizarro, ebend. Ge-schichte der vereinigten Staaten , ebend. Der englischen Pro-vinzen Namen, Ertrag, Handel, politische Stellung, untererRand. Vereinigte Staaten, Ertrag, Handel u. s. w., politi-sche Stellung, ebend. Uebrige Freistaaten; Kaisertlunn Bra-silien ctc., ebend. Reisende, unten rechts.

ANGELN. Nahmen Britanien in Besitz, Taf. VIII., Textunten. S. Barbaren.

ANHALT , Haus. Historische Notiz , Taf. XXV., rechtsunten, nicht color. Theil. Geneal. Skizze, ebend. color.Theil.Aus ihm Churfürsten von Brandenburg u. von Sachsen,Herzoge von Lauenburg; Prinzen v. Anhalt, 1. Grad. Joachimvereinigt die Güter allerSeitenverwandten und wird Stammvatervon Dessau, Bernburg, Köthen und Zerbst, 10. u. n. Grad.Ihr gegenwärtiger geneal. Zustand, 16., 17. und 18.Grad.Topographie , Taf. XXVI. und XXXV. Besitzungen, Stati-stik, ebend. unten.

AR AGONIEN, Königreich. Gegründet auf Kosten derMauren oder Sarazenen, Taf. II. Topographie der Geschichte,Taf. XVIII., geographische Abtheilung, unten rechter Sei-tenrand 3. Tit. Chronol. Folge seiner Regenten, Taf. IV.bes. Reihe. Genealogische Einzelheiten, Ehen, Zweige u.s.w.,Taf. XVII. color. Theil rechts. Haus Bigorre, seine Ge-schichte, rechter Seitenrand 2. Tit. Ramiro, natürlicher SohnSancho des Grossen, regiert, weil er seine beleidigte Stiefmut-ter in einem Zweikampfe gerächt; fällt, vom Cid erschlagen,geneal. Abtheilung 2. Grad.Der Sohn, seiner würdig; Al-phons der Schlachtengewinner, nimmt Saragossa ; häusliche Ver-wirrungen ; sein Bruder, genannt der Priesterkönig, steigt aufden Thron , nachdem er 40 Jahre Mönch gewesen; vertauschtdas Kloster mit dem Throne, nur um sein Geschlecht fortzu-pflanzen; merkwürdiges Beispiel eines Geistlichen, der seinerGelübde vom Pabst entbunden wurde; 4. Grad. Petronella, dieletzte aus dieser Familie, bringt die Krone auf Raimund, Gra-fen von Barcellona. Das Haus Bärget,lotta , folgt durchErbschaft. Geneal. Einzelheiten, Ehen, Zweige etc., color.Raum rechts. Peter II. kommt um bei Muret, wo ihn der be-rühmte Simon von Montfort schlägt, 7. Grad. Sein Bruderstiftet die Linie Provence, die mit vier Prinzessinen, welchedie vier ersten Throne ihrer Zeit besetzten , endigt. Jakob I.,dessen sonderbare Geburt, Stürme während der Minderjährig-keit u. glänzende Regierung merkwürdig sind, erobert Major-ca u. Valencia, 8. Grad.Ruhmvolle Regierungen Peter des III.

и. Jakob des II.; Alpbons des IV. thatenlose Regierung; grausameu. traurige Regierung Peter des IV., 9. 10. ir.u. 12. Grad.Zweige Majorca, Sicilien, Ampurias und Urgel, ebend. Be-rühmte Wahl beim Tod des Königs Martin; viele Prätendenten ;nicht color. Seitenrand rechts 3. Tit. Drei Männer, einersteten Verehrung werth, vereinigen sich zu einem Bund, derdas Vaterland rettet und das Beispiel eines Volks zeiget, wel-ches frei und willkürlich über die entscheidet, so um dieHerrschaft streiten, ohne ein Opfer derselben zu werden.Haus Castilien. Schöner Charakter Ferdinands von Castilien,von den Aragoniern gewählt; sein Enkel bringt die endlicheVereinigung von Aragonien und Castilien durch seine Ehe mitIsabella zu Stande, 18. Grad. S. Spanien.

ASIEN. Taf. XXXI. Die topographische Abtheilung gibtdie verschiedenen Länder , ihre Bevölkerung , ihre physischenEigenheiten , ihre besondern Producte etc. an; die grosse Hoch-ebene mit ihren vier Abdachungen, die Flüsse und ihre Längenach Meilen; anf der Höhe zeigt eine color. Linie die Gränzedes Landbaus u. der Vegetation ; im Norden sind die Bemühun-gen der Russen, längs der nördlichen Küste Sibiriens zu fahren,angegelien; auf den Parallelkreisen stehen die entsprechenden

Breiten anderer Erdtheile. Von Asien im allgemeinen, linkerSeitenrand; seine Ausdehnung, Bevölkerung, Gränzen, physi-sche Beschreibung, ebend. 2.11. 3. Tit. Geschichte; Nieder-lassung der Europäer in Indien, ebend. 4* u. 5. Tit. Geschichteund Eroberungen Dschingiskhans, Tamerlans und Thainns Ku-likkans, rechter Seitenrand r. 2. und 3. Tit. GeographischeEintheilung Asiens in 5 grosse physische Regionen; ihre Unter-abtheilungen, Umfang, Bevölkerung, jetziger politischer undHandelszustand; ehemaliger Zustand ; Reisende, Schriftstellerals Quellen für die altern Zeiten, das Mittelalter und die neuereZeit, unterer Rand bes. Col. Inseln Asiens ; ihre GeschichteErzeugnisse u. s. w. ebend. letzte Col. rechts.

ASSYRIEN, erstes Reich auf der Erde; eine der 4 grossenMonarchien der alten Geschichte, Taf. I. 1. color. Raum vonder Profangeschichte; dauert 14 Jahrhunderte. Sanchuniaton,der älteste Geschichtschreiber nächst Moses; Theilung des Reichsin Medien, Babylonien und Ninive; Wiedervereinigung allerin der persischen Monarchie , von Cvrus gegründet. Merkwür-dige Gegenstände, Umfang, Fall, Nachfolge, Geschichtschrei-ber, ebend. 1. herablanfende Col. Seitenrand rechts, undTaf. V. r. Horizont. Rand unten. Die Geschichte, auf einigeallgemein angenommene Sagen und Hcldennamen zurückgeführt,Taf. I. rechter Seitenrand letzter Tit.

ASTURIEN, Königreich, gegründet von Westgothen, diedem Schwert der Saraeenen entkommen, Taf. II. und III.,bes.CoI. 8. Jahrh. Chronol. der Könige, ebend. Geschichte,Taf. II. uncolor. Raum rechts, und Taf. XVIII. topographi-sche Abtheilung rechter Seitenrand.Löset sich auf in die Kö-nigreiche Leon und Castilien; Titel der spanischen Kronprin-zen , ebend. S. Spanien.

ATHEN. Cecrops, der Gründer davon, führt den Acker-bau ein und stiftet den Areopcg; Solon gibt ihm eine demo-kratische Verfassung; Archonten seine Magistrate; der persi-sche Krieg ist der Punkt seines höchsten Glanzes; bringtunter Miltiades , Themistokles, Aristides wunderbare Tliatenhervor. Taf. VI. linker Seitenrand; herablaufende bes. Col. n.Taf. I. ebend. S. Griechenland.

AVAREN. Geschichte derselben, Text unter Taf. VIII.

B.

BADEN, das Haus , hat eine gemeinschaftliche Abkunftmit dem Hause Habsburg oder dem altern östreichischenHause, Taf. XX., geneal. Abtheilung, oben nicht color.Geschichl. Bemerkung Taf. XXV. rechter Seitenrand. Geneal.Entwurf, ebend. color. Raum oben rechts. Friedrich, derFreund Conradins, stirbt mit diesem zu Neapel auf dem Blut-gerüste ; Zweige von Hochberg und von Sausenberg endigendurch eine Prinzessin, welcheNeufcliatel auf das Hans Longue-ville übertragt, 7.17. i3., u. Taf. X. nicht color. Abtheilung21. Abschn. Aeltere Linie von Baden-Baden. Eduard derGlückliche : seine uriebenbürtige Ehe führt grosse Streitigkeitenmit der jungem Linie herbei, 17. u. 18. Abschn. Ludwig,grosser Feldherr, geschlagen von ViUars, 20. Abschn. Jün-gere Linie von Baden - Durlach , vereinigt die Güter der alternLinie wieder zur Zeit ihrer Erlöschung , 21. Abschn. Gegen-wärtiger geneal. Zustand, 24., ^5. u. 26. Abschn. Topo-graphie Taf. XXVI. undXXXV. Provinzen, Wachsthumund Statistik, ebend. unten.

BAIERN. (Haus Pfalz-) Sein ursprünglicher Name ist Wit-telsbach, eines der ältesten Häuser in Europa; seine Geschichte,Ansprüche, Aemter, Besitzungen, Taf. XXIV., nicht color.unterer Raum rechts u. links, horizontal. Streif in der Mitte.Geneal. Einzelheiten, color. Raum ebend. Erhalt die Cliur-und herzogliche Würde von Baiern , 10. Grad. Erwirbt diePfalzgrafsehaftam Rhein, 12. Grad. Theilt sicli in zweigrosseLinien, Pfalz und Baiern, 14. Grad; pfälzische Linie.Seine Geschichte , unterer nicht color. Seitenraniu links.Hat 24 Churfürsten und bildet viele Nebenzweige; Heidelbergbestimmt die Erbfolge unter den zwei grossen Linien; Erwer-bung von Zweibrücken; liefert einen deutschen Kaiser u. einenKönig von Dänemark; schöne Regierung Friedrichs des Sieg-reichen , der Held seines Geschlechts und der Ruhm seiner Zeit,i5., 17. u. 19.Grad. Philipp, unglückliche Epoche ; Eifer-sucht der Häuser Oestreich und Baiern, seit ihrem Anbeginn;das letzte unterliegt durch die grosse Zahl seiner Prinzen; dievielen Tlieilungen zersplittern die Kräfte; das Haus Oestreichvereinigt sich, 20. 25. u. 26. Grad. Zweig Simmern. Er-hebung, Unglück und Aechtung Friedrichs V.; schrecklicheVerwüstung der Pfalz, 25., 26. u. 27. Grad. Neuburg er-wirbt Jülich und Berg, wird katholisch; neue Verheerung derPfalz, 23. 24. u. 25. Grad, Sulzbach vereinigt die Pfalzund das Herzogtlium Baiern, 29. Grad. Zweihrücken,bringt die Nebenzweige Landsberg, (.lei urg, welches für Schwe-den Könige geliefert bat, Birkenfeld und endlich Bisch-weiler hervor, welcher jetzt durch Zeit und Zufälleder älteste, vorzüglichste und fast einzige Zweig dieseseinst so fruchtbaren Hauses geworden ist, 23., 24. und 25.Grad. Bateälsctie Linie, liefert 2 Kaiser, 5 Cbnrfürsten u.mehrere Zweige; Geschichte unten nicht color. Raum rechts.Genealogie, ebend. color. Raum. Ludwig V., Kaiserdurch seinen Sieg über seinen Nebenbuhler Friedrich von Oest-reich ; sein ältester Sohn, Churfürst von Brandenburg, setztdie gerade Linie fort; der 2. bildet den Zweig Ingolstadt, be-kannt durch die Schlechtigkeit Ludwig des Buckligen und derIsabella, Königin von Frankreich; der 3. bildet den ZweigHolland, der mit Jakohina endigt, die durch Abenteuer undUnglück bekannt ist, 14., i5. u. 16. Grad. Zweig Lands-hut ; diese reiche Beute entflammt die beiden grossen pfälzischenLinien zu der heftigsten Wutli gegen einander; sie rufen Fremdeherbei, die sie aufreizen , schwächen und berauben, iG, 17.18. u. 19. Grad. Zweig München, bemerkenswert!! durchseinen Eifer für die katholische Religion ; Maximilian der Grosse,Haupt derLigue gegen die protestantische Union, unter demChurfürsten von der Pfalz, seinem Verwandten; er entreisstdiesem dieChurwnrde, 2 3. Grad. Sein Enkel, Frankreich treuim spanischen Kriege, verliert sein Herzogthum , das er erstim Frieden wieder erhält, 2 5. Grad. Dessen Sohn ist noch un-glücklicher; zum Kaiser gekrönt stirbt er aus Verdruss, seinerStaaten beraubt, 26. Grad. Erlöschung dieser Linie, derenAntheil an die pfälzische Linie kommt, Topographie , Taf.XXVI. und XXXV. Statistik seiner Provinzen ; Ereig-nisse , die sie ihr verschafft haben, ebend. unterer Rand.

BARBAREN. Ihr Eindringen , einer der wichtigsten unddunkelsten Punkte in der Geschichte. Taf. VIII. ist diesemGegenstände besonders gewidmet; ein colorirtes Band zieht sichvon dem Punkte, wo jedes dieser Völker ausging, bis wo essich niederlicss , und bezeichnet so seinen ganzen Weg; deruntere Text gibt von jedem Volk Namen , Ort, Ursprung, dievorzüglichsten Anführer, die eroberten Provinzen, ihre Ge-schichte und ihr Schicksal an. Systematische Eintheilung derBarbaren des Nordens, Europas und Asiens; drei grosse Gat-tungen : europäische Barbaren oder Germanen, ansgezeichnetdurch Schönheit; Asiaten oder Tataren, ausgezeichnet durchHässlichkeit; mittlere Barbrrcn , Scythen oder Sarmaten habenzum Theil die Zuge dererstern und die Sitten der letztem. Taf.VIII. linker Seitenrand , und auf dein topographischen Theilcdurch drei Felder unterschieden.

BOEHMEN, lange Zeit in Lehensabhängigkeit vom Reiche;wird unter dem schwäbischen Hause einer der ersten Stände des-selben , fest verbunden mit dem Hause Oestreich iS-aG , und imwestphälisehen Frieden ihm erblich zugesprochen, Taf. XIX.,topograph. Theil. Chronol. Folge seiner Regenten , Taf. IV.bes. Col. Man sieht hier den häufigen Wechsel der Dyna-stien , welchen dieses Königreich erleidet, und bei diesen sucheman die ausführlichem Genealogien und die Geschichte des Lan-des. S. auch Oestreich , Taf. XXX. und XXXV.

^BRAUNSCHWEIG, Haus , 7. englische Dynastie; folgt denStuarts durch Wahl des Volkes; herrscht seitdem 100 Jahre indrei Regenten; ihre chronol. Folge, Taf. IV., bes. Col. vonEngland. Ihre besondere Geschichte; anfänglicher \\ echsel imGlück, Taf. XIII. linker Seitenrand6. Tit. Geneal. Einzel-heiten , Bündnisse etc. ebend., 5. color. Raum und lierablau-fender nicht color. Raum. Allgemeine geneal. Skizze diesesHauses , seine Verbindungen n. zahlreichen Zweige, Taf. XXV.1. color. Raum.Die Prinzessin Charlotte von England , jetztder jüngste Abkömmling dieser Familie, ist die 26. Generationvon Wilhelm dem Eroberer, zu welchem man durch alle ihreAscendenten mittelst der breiten schwarzen Linie, welche beidePunkte vereinigt, hinaufgeführt wird, Taf. XIII. 26. Gener.Dieselbe Prinzessin stammt in der 38. Gener. von Egbert , demersten Könige von England, und in der 53. von den SachsenHengist u. llorsa , den ersten Eroberern des Landes , Taf. VIII.untere Col. von den Angel-Sachsen. S.attch Taf. XXXIV.

BULGAREN. Ihre Geschichte, Taf. VIII., unterer Text.

BURGUND, Königreich beider. Entsteht bei der Zerstücke-lung des Reiches Carl des Grossen, Taf. II. n. III. 9. Jahrh.Transjuranisches Burgund, begreift Savoyen, Valois und dieSchweiz; cisjuranisches Burgund, oder das Königreich Are-lat oder Provence, Taf. III., 9. Jahrh., bes. Col. u. Taf. XIX.topograph. Theil. Beide vereinigen sich unter einem Regenten,10. Jahrh. Werden dem deutschen Kaiser vermacht, Taf. IV.bes. Col. 11. Jahrh. Verfallen während dem langen Streit desPabstthums ; Savoyen und die Schweiz bilden sich aus ihrenTrümmern, Taf.IV. n. und i3. Jahrh.

BURGUNDER, ihre Geschichte, Taf. VIII. unterer Text.

c.

CAROLINGER, 2. fränk. Dynastie, kommt auf den Thron751, nachdem sie lange Zeit die Würde des Major Domns be-sessen, Taf. II. u. III., bes. Col. von Frankreich. Carl derGrosse erneuert das abendländ. Reich um 800, ebend. SeineKinder theilen die Erbschaft, ebend. Löst sich anf 888; esgehen 5 unabhängige Staaten daraus hervor, ebend. LiefertFrankreich 11 Regenten; ihre chronol. Folge, Taf. III., bes.Col. von Frankreich. Deutschland 10 Kaiser, ihre gesamte Ge-nealogie, Taf. XXII. 1. Seitenraum rechts. Carl der Grossescheint allen Geist und alle Kraft seines ganzen Geschlechts insich vereinigt zu haben; erlischt 987 , Taf. III. und XXII.

CARTHAGO, eine tyrisehe Colonie von Dido gegründet;seine Geschichte chronol. Taf. I. bes. Col. llistor. Entwicke-lung, Taf. V. linker Seitenraum letzter Tit. Durch die puni-schen Kriege wird seine Geschichte ein Theil der römischen;berühmter Zug Hannihuls erzählt Taf. VII., Seitenrand rechts,letzter Tit. Der Zug ist auf der Carte durch ein Band be-zeichnet. S.attch Taf. XXXII. rechter Seitenrand 2. Tit.

CASTILIEN, Königreich, auf Kosten der Mauren nms 11.Jahrhundert gegründet, Taf. II. Topographie u. GeschichteTaf. XVIII. rechter Seitenrand 2. Tit. Vergrössert sich durchLeon , Taf. IV. Chronol. Folge seiner Fürsten, ebend.Wieder von Leon getrennt, Taf. XVII. geneal. Theil 6. Grad.Nimmt es zum letztenmal in sieh anf, 9. Grad. Vereinigtmit dem Königreich Aragonien durch die Hciralh Ferdinandsund der Isabella , deren gemeinschaftliche Besitzungeil den Na-men Spanien bekommen. S. Spanien.

CHRONOLOGIE. Grosse Menge der Systeme ; Newtons Me-thode wird von Freret bestritten etc., Taf. I. color. Raum, obenrechts i.Tit. Hebräischer, samaritischer Text; Uebersetzungder 70 Dolmetscher, ebend. Alle griechischen und römischenSchriftsteller weichen darin von einander ab, ebend. Daherdie Unmöglichkeit, je mit allen in Einklang zu kommen, ebend.Vorzug der Zählung von Christi Geburt rückwärts; man brauchtdann nur zu dem neuen Datum zu addiren, uni die Zahl derzwischen zwei Ereignissen in der alten und neuen Geschichteverflossenen Jahre herauszubringen., ebend.

CLEVE und JUELICH. Erbfolgestreit, merkwürdige Epo-che in der deutschen Reiclishistorie; ein Zeichen zum Aus-bruch des 3o jährigen Krieges , Taf. XXIII. linker Seitenrand2.Tit. Heinrich IV. stirbt, da er eben im Begriffe war, diesenStreit zu entscheiden , und ihn benutzen wollte zur Ausführungseines berühmten politischen Plans; Prätendenten der jülicb-schen Erbschaft, ihre Rechte , ihre Ansprüche etc., ebend.

CORINTH. Sisyphus, erster König; die Prytanecn w'arendie Obrigkeit; der achäische Bund, in welchem es den Vorrangbatte, w'ar die Zeit seines höchsten Glanzes; zerstört vonMununius; mit Corinth gehtauch die griechische Freiheit vol-lends unter, Taf. VI. linker Seitenrand bes. Col. und Taf. I.ebend. S. Griechenland.

D.

DÄNEMARK, lange Zeit ein Wahlkönigreich ; seine Königewerden Christen im 10. Jahrh. und Deutschland zinsbar; Ge-schichte von dem Hause Holstein, Taf. XXVII. nicht color.Raum links. Margaretha von Waldemar, Semiramis des Nor-dens genannt, vereinigt Norwegen mit Dänemark , ebend.Chronol. Folge der Könige , Taf. IV. bes. Col. Das Haus Hol-stein besteigt den Thron um die Mitte des i5. Jahrh., ebend.Geschichte, nicht color. Raum oben links. Geneal. Einzel-heiten, ebend. color. Raum links. Christian I. regiert überDänemark, Norwegen, Schweden lind Holstein; sein Bruderstiftet den alten Zweig Oldenburg, der 1667 erlischt, 2. Grad.Christian II., Nero des Nordens, 4- Grad. Verliert denThron und bringt 36 Jahre in Verbannung und Gefangenschaftzu; seine Fehler, seine Verbrechen und sein rührendes Ende ,unterer Seitenraud links i.Tit. Friedrich I. stüsst seinen Nef-fen vom Throne; sein ältester Sohn vereinigt endlich Norwegenmit Dänemark ; sein 2. Sohn hat Holstein , über dessen Nach-folge durch eine seltsame Theilung ein Streit von 140 Jahrenentsteht; der 3. stiftet die Linie Holstein-Gottorp, welche mitderZeit auf den schwedischem], russischen Thron gelangt, 3.n.4.Grad. Der Zweig Sonderhurg, in eine Menge Nebenzw'eigegetlieilt, von denen 2 noch bestehen, 5. Grad. Christian IV.,Parteihaupt gegen Oestreich im 3o jährigen Krieg, eine Ehre,die ihm sehr theuer zu stehen kommt; sein Sohn vertheidigtCopenbagen gegen die Schweden , die über den gefronten Beltgekommen waren; 2 Rcichsstäiidc , um sich an dem 3. zu rä-chen, übergeben dem König die unumschränkte Gewalt; derMarschal Löwendal war sein natürlicher Sohn , 6. 7. u. 8.Grad;und unterer Rand links 2. Tit.Friedrich IV. will Carl XII.berauben und ist lange Zeit ein Opfer «einer Ungerechtigkeit.

sein Sohn macht Dänemark blühend, 9. u. ro.Grad. Unglückder Königin Mathilde, Christian desVII. Gemahlin, 12.Grad 11.unterer Raum links 3. Tit. Jetziger geneal. Zustand des HausesDänemark; auswärtige Kriege , militärische Ereignisse, Verträge,besondere Begebenheiten, Ritterorden, Statistik, Colonien,ebend. unterer horizoiit. Rand. Statistik und neuerer Zu-stand, Taf. XXX. und XXXIV. unten.

DEUTSCHLAND. Neun bes. Tafeln, XIX. XX.XXI. XXII.XXIII. XXIV. XXV. XXVI. 11. XXXV., sind seiner Geschichtegewidmet. Ihre Seitcr.rändcr enthalten die fortlaufende Erzählung;die untern Ränder enthalten die ursprüngliche Einrichtung, dieVeränderungen, Orundgesetzteetc., die Carte links auf Taf. XXI.zeigt -Deutschland zur Zeit Claris des Grossen; gegenüber rechtssind die Auflössung und die einzelnen Theile dargestellt, dieCarte links auf Taf. XXI. zeigt Deutschland vor dem westphäli-schen Frieden und dein Feldzug Gustav Adolphs, gegenüberrechts die politischen Gebietsveränderungen seit dem 3o jähri-gen Kriege bis zum lüneviller Frieden ; die Carte links aufTaf. XXVI. zeigt Deutschland nach dem lüneviller Frieden undder gegenüberstehende Tlieil Deutschland im Jahre 1812; seinepolitische Eintheilung, Topographie und Statistik; auf den Sei-ten und unten ist der stufenweise Uebergang entwickelt; dererste üstreichische Krieg und der Frieden von Pressburg, derRheinbund, seine Glieder, ihre Besitzung, Contigente; derpreussische Krieg und der Frieden von Tilsit; der zweite öst-reichische Krieg und der Friede von Wien ; die Abgrenzungvon i8to u. 1811 ; endlich Taf. XXXIV. nndXXXV. zeigenDeutschland in seinem jetzigen Zustande nach dem russisch-fran-züschen Kriege und dem wiener Congresse. Das deutscheReich, Trümmer des Reichs Carls des Grossen; wird einWahlreich, color. Theil auf Taf. II. Jahr 888, und rechterSeitenrand ebend. 1. Tit. Chronologische Folge seiner Regenten, Taf. III. und IV. bes. Col. von Deutschland;sieben Familien regieren: 1. die Familie Carls des Gros-

sen, welche das Reich gegründet, fs. Carolinger)\ 2. diesächsische, welche wahrhaft unumschränkt in Deutschland undItalien herrscht, fs. Sachsen)^ 3. die fränkische, welche denStreit der Kaiser und derPäbste beginnt, ('s. Franken ); 4* dieschwäbische, welche Italien verliert und die deutschen Fürstenunabhängig werdenl asst; 5. die luxenburgische, welche diehundesmässige Verfassung des deutschen Reichs bestimmt , f s.LttxenbttrgJ \ 6. die alte Üstreichische, welche daran ist, dasReich in eine absolute Monarchie zu verwandeln, fs.Oestre.chJ;7. die neue üstreichische, unter welcher das deutsche Reichsich auflöset, s. Oestreich.

E.

ENGLAND. Drei Tafeln sind seiner Geschichte besondersgewidmet; XIII. a und b geben die verschiedenen Dynastienu. XIV. die geographische Entwickelung. Sein Schicksal unterdeinNainenBrita 11111a,T af. II. linker Seitenrand 5. Tit. Trenntsich vom römischen Reich im 5. Jahrh., Taf. II. und III. 1. co-lor. Col. Die Angelsachsen dringen ein unter Hengist n. Horsa,ebend. Zug der Angelsachsen, durch ein color. Band angege-ben, Taf. VIII.; ihre Geschichte auf dem untern Rande. Säch-sische Heptarchie , Taf. II. u.IIT. 6. Jahrh. Wird englischeMonarchie , ebend. 9. Jahrh. Einleitung zur Geschichte vonEngland , Taf. XIII. linker Seitenrand. Zählt 7 Dynastien :

I. die angelsächsische , als Stifterin; mit 16 Königen, Taf. II.bes. Col. von England 9. Jahrh. Ihre chronol. Folge und Ge-nealogie, Taf. III. 11. IV. ebend. und XIII. 2. die dänische,nsurpirt, mit 4 Regenten, Taf. II. ir. Jahrh. bes. Col vonEngland. Ihre chronol. Folge, Taf. IV. ebend. 3. die nor-mannische, erobernd, unumschränkt; 3Könige, ebend. Taf.II.

II. Jahrh .(s. Normandie .) 4» Anjou heroisch, kleinmütliig,4 Könige, ebend. 12 Jahrh. fs. Plantagenet.J 5. Dynastie Tti-dor, despotisch, blutdürstig; 5Regenten, ebend. i5.Jahrh. (s.TudorJ . 6. Stuart, vom Schicksal verfolgt; 6 Regenten,ebend. 17. Jahrh. fs. SttuirtJ. 7. Braunschweig, constitntional

u.volksthümlich; 3 Könige, ebend. 18. Jahrh. fs. Brattnschw.J. _

3 grosse Natioualkricgc: mit Wales , endigt mit Eroberung die-ses Landes; mit Schotland, endigt durch Vereinigung mit die-sem Königreiche; mit Frankreich , endigt mit dem Verlust derenglischen Provinzen auf dem festen Lande, Taf. XIII. untererRand, dargestellt Taf. XIV. linker Seitenrand. Religiöse Strei-tigkeiten , Bürgerkriege, Taf.XIII. unterer Rand entwickelt u.Taf. XIV. Seitenränder. - Streit der beiden Rosen, schrecklichu. ausschweifend; Katastrophe der Johanna Grey und Carl I.,rührend durch ihr trauriges Ende; Versuche des Prätendenten,sein Heldenmuth und die Trenc seiner Anhänger; VertreibungJakob II., ausgezeichnet durch die weisen constitutioneilenMaassregeln ; chronol. Bemerkungen über die englischen Schlach-ten , ihr Erfolg, Taf. XIV. unterer Rand ; die Schlachtfeldersind auf der Carte mit einem Sälcl bezeichnet. MerkwürdigeOrte in dev Geopraphie Englands; die königliche Eiche ; Felddes goldenen Tuchs ; Reformationseiebe, ebend. Chronol. Be-merkung berühmter Landungen in Fngland , ebend. rechter Sei-tenrand letzter Tit. Der Ort ist anf der Carte durch ein kleinesZelt angegeben. Titel n. Ehrcnstellen ; Pairs ; 5 Klassen bildenden Adel, Taf. XIII. unt. Rand. Die Ritterorden, ebend.Die 6 vorinundschaftl. Regierungen, ebend. Die Gerichts-höfe; alle Gefängnisse w r erden jährlich wenigstens einmal geöff-net, ebend. Chronol. Ucbersiclit der englischen Geschicht-schreiber, Taf. XIII. nicht color. Raum oberer Theil rechts._

Landeintheilung in 40 Grafschaften ; Flüsse, Kanäle, Taf. XIV.oberer Theil rechts.- Colonien, Taf. XIII. unterer Rand ; ange-iuerkt an ihren besonder» Plätzen , Taf. XXIX. XXX. XXXI.XXXIT. XXXIII. Grösse der Besitzungen der ostindischenCompanie, Taf. XIV. linker Seitenrand 2, Tit. Natürliche

Eifersucht zwischen England u. Frankreich, ebend. _ Neuere

Geschichte und Statistik, Taf. XXXIV.

EUROPA. Taf. XXX. 11. XXXIV. Der topogr. Theil zeigt diepolit. Eintheilnngcn , die Staaten, ihre Bevölkerung, ihre Grösse;die Hauptstädte und deren Bevölkerung etc. Bemerkungen überdie physische Beschaffenheit; anf den Parallelkreisen sind die be-kanntesten Orte der nämlichen Breite angegeben. Gränze, Grös-se, Bevölkerung, Gebirge »Ströme, ebend. linker Seitenrand._

Polit. Systeme in Europa; allgemeine Monarchie ; LehenswesenGleichgewicht; Bnndessystcni, ihre Geschichte, Vorzüge undBequemlichkeiten, ebend. rechter Seitenrand. Inbegriff desphysischen, polit. und statistischen Zustandes der verschiede-nen Staaten Europas , ebend. unterer Rand. Umwälzungdurch den Völkerkrieg 1812 i8i5, und neuester Zustand,Taf. XXXIV.

F.

FARNESE , Herzoge von Pamia. Geschichte und Genea-logie , Taf. XXIIE rechter Seitenrand.

FELDZUEGE, berühmte. S. die grossen Feldherren , Länderund Völker, die sie betreffen,

FRANKEN, das Hans. Besass eines der grossen deutschenHerzogth. hei der Zerstückelung des Reichs Carl des Grossen ;Umfang dieses Heraogthums , geograph. Theil Taf. XXIX.Seine Geschichte, ebend. unterer Rand. Erhält die deutscheKrone 1024 , aus ihm sind 5 Kaiser; ihre chronol. Folge, Taf.IV. hes. Col. v. Deutschland. Gesamte Genealogie, Taf. X XIF.3. Seitenraum rechts. Ihre historische Entwicklung, Taf. XIX.