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11 (1830) T bis V
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Verdeck Verdickung

an Lebenskraft des Magens, fehlerhafte Absonderung des Magensaftes, krankhafteEmpfindlichkeit des Magens vom Übermaße der Thätigkeit des Magennervetige-flechts, ober aufgeschwollene Blutadern an demselben von fehlerhaftem Blutumlauf,bewirken eine zu langsame, unvollkommene und schmerzhafte Verdauung im Ma-gen ; gleiche Fehler in dem Fortgange des Darmcanals tragen mit bei zu einer un-vollkommenen Scheidung des Milchsafts von dem Auswurfstoffe. Krankhafter Zu-stand der Milz ist mitwirkende Ursache an der schlechten, meist zu sehr gesäuertenBeschaffenheit des Magensafts, wodurch derselbe an auflösender Kraft verliert undals fremdartiger Stoff dem eignen Gefühl der Magennervcn widng wirkt, und ver-ursacht auch eine fehlerhafte Absonderung der Galle. Regelwidrigkeit in dem Ge-schäfte des Pankreas und der Leber find vorzügliche Ursachen der unvollkommenenScheidung des Milchsafts von dem Auswurfstoffe. Ist die Absonderung der pan-kreatischen Flüssigkeit fehlerhaft, zu sparsam, der Drüscnsaft selbst von schlechr.rBeschaffenheit, zu dünne und unkräftig, so fehlt es an der anziehenden Kraft fürden Milchsaft; ist die Verrichtung der Leber zu träge, oder übereilt, oder in ihrerQualität verä ndert, so wird zu wenig, oder eine zu wässerige, unkräftige, oder einezu scharfe Galle zubereitet, daher die Auswurfstoffe nicht gehörig von ihr angezogenwerden, diese mit vielem Milchsäfte vermischt bleiben, oder der Überfluß an Galledie Gedärme zu einer zu sehr beschleunigten Bewegung reizt, u. s. w. — Die Hei-lung der Verdauungskrankheiten muß sich durchaus zuerst mit Aufsuchung der Ur-sachen derselben, um Ausmittelung desjenigen Theils oder Systems, von welchemsie ursprünglich ausgingen, beschäftigen. Einerlei Mittel können unmöglich gegenjede Art von Vcrdauungskrankheit heilsam sein. Daher der Nachtheil von dem Ge-brauch allgemeiner Mittel dieser Art, z. B. der sogen. Visceral- (Eingeweide-) Mittel.Hauptbedingungen, eine gesunde Verdauung zu erhalten, sind Mäßigkeit undOrd-nung im Genusse der Speisen, und zweckmäßige Auswahl der Nahrungsmittel, nachihrer Verdaulichkeit, und nach dem Alter, der Lebensart der Person. S. „Die Ver-dauung nach Versuchen von Friedr. Tiedcmann und Lcop. Gmelin, Pros. zu Hei-delberg" (Hcidelb. 1826 fg., 2 Bde., 4.). 11.

Verb eck (Oberlauf) heißt beim Schiffsbau die Decke eines durch das ganzeSchiff oder auch nur durch einen Theil desselben gehenden Raumes, welche zugleichden Boden des darüber befindlichen Raumes bildet; auch wird eS für den Raumzwischen 2 Verdecken, oder das Stockwerk selbst genommen. Die größten Schiffehaben deren 3, und werden daher auch Dreidecker genannt. Das erste Verdeck istdas unterste, welches dem Wasser am nächsten oder demselben gleich ist, gerade überdem Schiffsraum. Auf demselben steht auf Kriegsschiffen ringsherum das großeGeschütz; gegen das Hintertheil des Schiffes ist die Pulverkammer oder die heiligeBarbara. In den Böden werden Öffnungen (Luken) gelassen, um die Waaren undSachen hin und her zu schaffe», auch Gitttrwcrke, um den untern Räumen Lust zugeben, und damit der Rauch von dem losgebrannten Geschütz abziehen könne. Ver-decke, welche über die ganze Länge des Schiffes reichen, Heiken durchgehende, undsolche, die nur einen Theil des Schiffs bedecken, halbe Verdecke.

Verdichtung (unterschieden von Verdickung, s.d.), Verringerung desUmfangs der Körper, ohne Massenvrranderunq. Wird sie auf mechanischem Wegedurch den Druck äußerer Kräfte bewirkt, so führt sie de» Namen der Eompresfion.Verdichtung durch chemische Mittel, namentlich durch Kälte, z.B. die Verkürzungder Pendel beim Froste, heißt im Allgemeinen Zusammenzichung, Conlractt'on;insbesondere aber Condensalion, wenn durch Entziebung des Wärmcstoffs dampf-förmige Flüssigkeiten aus den Zustand tropfbarer zurückgebracht werden.

Verdickung. Wenn Flüssigkeiten aus zähern und flüssigem Bestand-lbeilen gemischt sind, und man letztere durch Abdampfung aus der Mischung ent-fernt, so wird diese verdickt.