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11 (1830) T bis V
Entstehung
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620
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620 Verdampfung Verdauung

Grammatik medium heißt. Das Verb. deponens und neutral« Passivum sindspecielle Formen, welche besondern Sprachen angehören. Beim verbo sind nunaußer der thätigen , leidenden oder intransitiven Form (genuo) noch besonders zubeachten: der modus, d. i. die Art und Weise, wie das Prädicat auf das Subjectbezogen wird — von Einigen Aussageweise genannt, je nachdem Etwas als noth-wendig , wirklich oder möglich ausgesagt wird, wohin der Imperativ und Conjunc-tiv zu rechnen sind. Nicht immer jedoch stellen die Sprachen diese wvdo« in be-sondern Formen dar. Zu den besondern Modifikationen derselben aber gehört z.B. der griech. Optativ. Sonst nannte man auch den intinitivus einen modim;allein der iotinitivus gehört nicht nothwendig zum Pradicat und kann auch dieStelle eines Substantivs vertreten; ebenso ist das Participium kein mvduo , son-dern nur das vom Verbo gebildete Adjectiv. Ferner sind zu bemerken die Zeitfor-men (tempora), d. h. diejenigen Formen des Verbi, durch welche der Zustand desSubjects in besondern Zeiten angezeigt wird. Diese sind im Allgemeinen Gegen-wart, Vergangenheit und Zukunft; daher die einfachen tempora das praesvn»,das peri'eetum oder praeteritum , und das Futurum sind; allein letztere werdenin den meisten Sprachen noch naher bestimmt und durch besondere Endungen, oderdurch Umschreibung mittelst der Hülfswörter ausgedrückt. Diese Zeitformen sindabooluta, wenn sie Etwas überhaupt und ohne besondere Beziehung auf etwas An-dres, relativ», wenn sie Etwas in Beziehung auf eine andre Zeit oder Handlungbestimmen (z. B. ich hatte das gethan, als er kam), wohin also das Imperfectum,plusguamperlectum und Futurum exaetum gehören. — Nächst ihnen sind zu be-trachten die Personen, von welchen Etwas durch das verbum ausgesagt wird. Hiergibt es 3 in der einfachen, und 3 in der Mehrzahl: ich, du, er, wir, ihr, sie, wel-che durch Endung oder Fürwörter oder durch Beides in den Sprachen angezeigt wer-den. Wo keine Person vorhanden ist , da wird das Zeitwort unpersönlich (imper-«onal«) genannt, z. B. es blitzt. Einige Sprachen bezeichnen auch das derPerson (ob es männlich oder weiblich) mit besondern Formen. Alle die vorher ge-nannten Formen nun zur Bezeichnung der Verhältnisse des verbl angeben, heißtdasselbe conjugiren. Die Conjugation aber ist regelmäßig oder unregelmäßig, je-nes, wenn dabei eine in der Sprache vorhandene übereinstimmende Regel angewen-det wird, dieses, insofern ein Wort von derselben abweicht. In Hinsicht ihresUrsprunges sind die verb» Stammzeitworte (primitiv») ober abgeleitete (deriva-tiv»). Zu den letztem gehören diejenigen, in welchen der Zustand modisicirt durcheinen andern, oder durch allgemeine Umstände bezeichnet wird, z. B. dietitsie imLateinischen, und spötteln von spotten im Deutschen. Oft aber ist auch das verbumvon einem Adjectiv oder Substantiv abgeleitet.

Verdampfung h^ißt der Vorgang, wenn Wärmestoff mit dem Wasseroder den übrigen tropfbar flüssigen, und selbst vielen festen Körpern eine Verbindungeingeht, und also in einen neuen Aggrcgatzustand gelangt, den wir als Dampf(s. d.) kennen. (Vgl. auch Meteorologie.)

Verdauung ist ein Hauptbedingniß der Ernährung des thierischen Kör-pers, indem dadurch die aufgenommenen Nahrungsmittel aufgelöst, und die taugli-chen Stoffe von den untauglichen abgeschieden werden. Die dazu wirkenden TheiledcS Körpers theilen sich in die eigentlichen Verdauungswerkzeuge und in Hülfs-werkzeuge. Erstere bilden den ganzen Darmcanal, welcher in verschiedenen Ab-theilungen aus dem Magen, den dünnen und den dicken Därmen besteht. Zu letz-tem gehören die Leber, das Pankrcas und die Milz. Der erste Vorgang bei derVerdauung ist die Auflösung der Nahrungsstoffe. Wenn die Speisen, durch dasKauen gehörig vorbereitet und eingespeichelt, in dem Magen angelangt sind, wer-den sie, mittelst der Bewegung des Magens, mit der in demselben befindlichenFlüssigkeit, dem Magensaft, aufs innigste vermischt. Die Nahmngsstvffc wer-