Vannuchi Vansittart
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, großen Rufe erhoben haben, den sie in der Künstlerwelt erlangt hat. Der älteste
! derselben, Johann Baptista, geb. zuAix 1684, war Geschichts- undPortrail-
^ maler, hielt sich in Frankreich, Italien und England auf, und malte sehr viele Por-
traits. Er starb 1745. Von seinen historischen Gemälden sind die meisten in Pa-ris, Toulon, Turin, Rom und London. Verschiedene Kupferstecher haben nachihm gestochen. Der zweite Sohn, KarlAndreas, geb. zu Nizza 1705, lerntebei seinem ältern Bruder, studirte dann zu Rom, malte Historien und Landschaf-ten , wurde 1735 Mitglied der Akademie der Künste zu Paris, und später Pcoses-^ sor bei derselben. Seine Historien-und Landschaftsgemälde sind meistens inFrank-
; reich geblieben; einige derselben sind in Kupfer gestochen worden. Joh. Bapt.
hatte 4 Söhne, die alle geschickte Künstler waren: Karl Andreas Philipp,lernte bei seines Vaters Bruder, wurde nach Berlin als Hofmaler berufen, maltedaselbst verschiedene Deckenstücke und Portraits, und ging 1770 nach Paris zu-rück; Ludwig Michael war Geschichts-undPortraitmaler, wurde 1745 er-ster Maler des Königs von Spanien und starb 1771; Claudius und Franzzeigten Beide viele Anlagen, gute Künstler zu werden, starben aber frühzeitig.Vannuchi, s. Sarto(Andrea del).
Vansittart (Nikolas), geb. 1766 zu London aus einer Familie holländ.Ursprungs, Kanzler der Schatzkammer (Finanzminister) bis 1823, jetzt Pair v.England, hat zu Westminster, dann die Rechte zu Oxford bis 1791 studirt. Durchsein Vermögen unabhängig gestellt, ward er 1796 in das Parlament gewählt, wo^ - er iitl Finanzfache außerordentliche Kenntnisse zeigte. Er galt für einen streng recht-! lichen Mann, was er als Secretair der Schatzkammer 1801, und 1805 als ersterSecretair von Irland bewies. Er legte beide Stellen bald nieder. Bei der Bildungi eines neuen Ministeriums nach Pitt's Tode, 1806, ward er unter Lord Grenvillezum Secretair der Schatzkammer abermals ernannt, und unmittelbar nach Perci-»M's Tode auf den Vorschlag des Lord Liverpool zu der Stelle eines Kanzlers derSchatzkammer berufen. Sein Bericht über die Loge der britischen Finanzen, dener im März 1813 dem Unt-rhause erstattete, zeigte den günstigen Zustand derselbenan dem Enve eit.es mit ungeheuerm Aufwende geführten Krieges. Darauf leg'e erden Entwurf zu ln r Bildung eines neuen StaatsschuldentilgungsfcndS vor, der umso mehr die Zustimmung der Kammer erhielt, da V. sichere Einkünfte zur Unterhal-tung desselben nachwies. Auf seinen Vorschlag ward 1815 der Südseeoompagniedas Vorrecht des ausschließenden Handels mit Südamerika abgekauft. Bei dieserGelegenheit verlangte dieOpposition (Wbiibread, Bennet u. A.), datz dieNegierungfür die Sicherstellung der Freiheit von 18. Mill Hispano-Amerikaner, welche demBürgerkriege preisgegeben waren, thätig einschreiten möchte; allein V. antwortete,England habe beiden Theilen seine Vermittelung angeboten ; es dürfe aber keinenSchritt thun, der die völkerrechtliche Treue gegen die span. Regierung verletzenkönnte, ungeachtet der freie Handel mildem span. Amerika-Großbritannien großeVortheile darböte. V. ist kein Redner, Auf Angriffe der Kammer anrwortete ernie anders als durch Rechnungen, hinter dem Stoße seiner mi- Zahlen angefüllten> Papiere die unerschütterlichste Ruhe behauptend. Im Jan. 1823 ward ex anBathurst's Stelle Kanzler des Herzogthums Lancaster (eine Sinecurestelle) undPair; seit dieser Zeit heißt er Lord B exl ey. Ihm folgte als Kanzler der Schatz-kammer der freisinnige M. F. Robinson. — Als Schriftsteller hat V. sich seit 1788durch Abhandlungen und Sendschreiben über polit. und staakswirthschaftliche Ge-genstände bckanntgcmacht, insbesondere durch s. „Untersuchung über den Finanzzu-stand Großbritanniens" (1796), durch seine in Druck erschienenen Verträge inder Kammer, über das Budget von 1812 und 1815 (beide hat Valpy in s. „kan>-pbletoer" mit Anmerkungen begleitet) und durch s. „IRree Ictters on tsie hritisü»nsi koreiAN lüblesovivtz-" (1812). 20.
§onv.-Lex. Siebente Aufl. Bd. XI. s- 37